Die Wolke wird eingezäunt

Kienberg-Gebäude sollen gegen Vandalismus geschützt werden.

„Kostenfreien und öffentlichen Zugang zum neuen Volkspark sichern – Neugeschaffene Werte vor Vandalismus schützen“, lautete der Titel des dringlichen Antrages der CDU-Fraktion in der Marzahn-Hellersdorfer BVV, der in groben Zügen vorsah, rund um den Kienberg einen Zaun zu ziehen. Der sollte nachts verschlossen werden und das Naturschutzgebiet, die Seilbahnstation, den Wolkenhain und andere Aufbauten dort vor Vandalismus schützen. „Wohlgemerkt: nur in den Nachtstunden“, erläutert Alexander J. Herrmann von der einreichenden CDU-Fraktion in der Marzahn-Hellersdorfer BVV und ergänzt, „natürlich steht auch meine Fraktion weiterhin dafür ein, dass der Zutritt zum IGA-Gelände – abgesehen vom Areal der Gärten der Welt – kostenlos bleibt. Die Erfahrungen aus dem Schlosspark Biesdorf und dem Gutspark in Mahlsdorf zeigen jedoch, dass man solche Flächen am besten schützt, wenn man sie nachts verschließt.

Kleinteilige Lösung

Ganz so weitläufig mochte die Fraktion der Linken in der BVV diese Umzäunung nicht gestaltet wissen. Deren abgeänderte Entscheidung sieht nun eine kleinteilige Sicherung der festen Ein- und Aufbauten auf dem ehemaligen IGA-Gelände vor. Nur die Bergspitze und die Gebäude sowie die Bobbahn sollten demnach in den Nachtstunden gesichert werden. Diesem so geänderten Antrag schlossen sich alle Fraktionen am Ende einer langen Diskussion an diesem BVV-Abend an. „Der Bezirk steht im Wort bei den Bürgern die unbeschränkte Zugänglichkeit des Wuhletals und des Kienbergs wiederherzustellen“, teilt der Fraktionsvorsitzende der Linken, Björn Tielebein dazu mit. Jetzt solle zudem ein Verfahren entwickelt werden, in dem auf mögliche Sachbeschädigungen angemessen und schnell reagiert werden kann. „Ein Beirat mit Vertretern des Bezirksamtes, der BVV, der Grün Berlin GmbH und Bürgern ist dazu aus meiner Sicht denkbar. Sollten zukünftig weitere Sicherungsmaßnahmen nötig sein, soll hierzu zunächst beraten werden“, so Tielebein.

Geschehen auswerten

Eine Ansicht, die die CDU-Fraktion unterstützt. Allerdings sollte auch das Ergebnis des beschlossenen Monitorings zwingend bei der Entscheidung über geeignetere Sicherungsmaßnahmen berücksichtigt werden. „In einem Jahr werden wir sehen, welche Schäden hier durch Vandalismus verursacht wurden. Wenn das zutrifft, was wir befürchten, müssen wir über weitergehende Maßnahmen entscheiden“, so CDU-Fraktions-Chef Herrmann.

Eine geplante Einwohnerversammlung am 17.November sei dazu ein guter erster Schritt. „Nur im Dialog mit den Einwohnern des Bezirkes kann eine erfolgreiche Nachnutzung gelingen“, so Tielebein. Uhrzeit und Ort für die Versammlung werden noch bekannt gegeben.

Stefan Bartylla, Bild: Imago /DOminik Butzmann, Bild: IIGA Berlin / contempo

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