Der Natur auf der Spur

Lernort: Umweltbildungszentrum im Britzer Garten fertiggestellt.

Der Bau des Umweltbildungszentrums im Britzer Garten sowie die Gestaltung der Außenanlagen sind jetzt  nach 16-monatiger Bauzeit abgeschlossen worden. Das Land Berlin hat für die Finanzierung zwei Millionen Euro aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt“ (kurz SIWA) zur Verfügung gestellt. Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos/für Grüne) betont die Bedeutung von Umweltbildung: „Kinder und Jugendliche haben häufig ein besonders ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Dieses zu fördern und zu vertiefen ist das Ziel der Umweltbildungszentren. Der IGA-Campus hat gezeigt, wie viel Begeisterung Umwelt- und Naturschutz zum Anfassen bei den jungen Menschen wecken kann. Ich freue mich, dass diese erfolgreiche Arbeit in dem ehemaligen IGA-Campus und jetzt auch hier im Britzer Garten fortgesetzt wird.“

Ambitionierte Architektur

Als überregionale Anlaufstelle mit lokalem Bezug wird der Neubau aus größtenteils nachwachsenden Rohstoffen im Britzer Garten als „Grüner Lernort“ ein Treffpunkt, an dem zeitgemäße Umweltbildung in unterschiedlichen Formaten angeboten wird. Dort werden  auch die Angebote des Freilandlabors Britz „ein neues beheizbares Zuhause“ finden. Der in einer ambitionierten, zeitgenössischen Architektur zeigt sich als schwebender Pavillon zwischen dem alten Baumbestand. Die vogelnestartige Struktur, aus schräg angeordneten Holzstäben, zieht sich wie ein Band um das Gebäude und lässt die innenliegenden Räume des Umweltbildungszentrums erahnen. Dieses Wechselspiel zwischen Fassade, Umgebung, Außen- und Innenraum soll  Besucher des Britzer Gartens in das Gebäude. locken. Für das neue Gebäude  wurden weitgehend nachwachsende Rohstoffe (unter anderem. Weißtannenstäbe für die Fassade oder Thermokiefer für die Fußböden) verwendet. Dadurch sei das Kohlendioxid-Potenzial sowie der Primärenergieverbrauch des neuen Umweltzentrums  erheblich niedriger als bei vergleichbaren Bauten in mineralischer Bauweise, so die Senatsverwaltung. Die Beheizung erfolgt über eine umweltfreundliche Luft-Wärmepumpe. Auch die extensive Dachbegrünung trage  dazu bei, die Nachhaltigkeit des Gebäudes zu verbessern.

Wechselnde Ausstellungen

Für die Gestaltung der Außenanlagen zeichnet das Büro für Landschaftsarchitektur „plan context“ aus Berlin verantwortlich. Sie bilden mit dem „schwebenden“ Umweltbildungszentrum und den Nebengebäuden eine gestalterische Einheit. Zentraler Ort für Veranstaltungen, Ausstellungen, Unterricht und Arbeit im Freien ist das zwischen neuem Gebäude und benachbartem Wäldchen liegende „Umweltforum“. Die überdachte Ausstellungsfläche wird mit mobilen Ausstellungswänden ausgestattet, die Interessierte zu Themen der Stadtnatur und ihrer Phänomene mit wechselnden Ausstellungen einlädt, andererseits aber auch ein überdachter Lernort im Freien sein kann.Von diesem Ort starten die „Naturstreifzüge“ ins angrenzende Wäldchen, zum Kopfweidenpfuhl, zum Bachlauf oder in das Feuchtbiotop des Britzer Gartens. Weitere Informationen gibt es online.

red, Bild: Grün Berlin GmbH

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