Der Star unter den Vögeln ist stark gefährdet

Natur: Mit dem Star hat es ein echtes Stimm- und Flugtalent geschafft, „Vogel des Jahres“ zu werden.

Man kennt ihn als Star vom Alexanderplatz, oder als schimmernden Flugkünstler über der Museumsinsel. Der Star ist keck, gewitzt und voller Ideen. Ein echter Berliner eben. Mit der Wahl zum „Vogel des Jahres 2018“ durch NABU und den bayrischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) wird aber auch auf seine Gefährdung aufmerksam gemacht. „Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet.

Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft“, sagt Heinz Kowalski, NABU-Präsidiumsmitglied. In der aktuellen Roten Liste ist der Star sogar direkt von „ungefährdet“ (RL 2007) auf „gefährdet“ (RL 2015) hochgestuft worden. In Berlin leben circa 25.000 Stare. Der genaue Bestand ist allerdings schwer zu beziffern. In Deutschland schwankt er zwischen drei und viereinhalb Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg.

Bis 2014 bestand in den Kastanien neben dem Berliner Dom ein Schlafplatz mit 80.000 Staren. Ihr abendlicher Einflug im Herz der Stadt hat viele Menschen verzaubert. Üblicherweise überwintert der Star in Spanien oder Nordafrika, wegen der milderen Winter mit günstigerer Nahrungssituation ist er auch im grau-kalten Berliner Winter immer häufiger zu sehen.

Im Herbst sind kurz vor der Dämmerung auch im Berliner Raum die imposanten Schwärme aus vielen tausend Staren am Himmel über den Schlafplätzen zu sehen. Diese befinden sich derzeit in den Schilfgebieten der Moorlinse Buch, des Naturschutzgebietes Lietzengraben oder am Müggelsee. Bis 2014 bestand sogar in den Kastanien neben dem Berliner Dom ein Schlafplatz mit bis zu 80.000 Individuen. Ihr abendlicher Einflug im Herz der Stadt hat viele Menschen verzaubert. Auch nahe der NABU-Naturschutzstation Storchenschmiede Linum sind großartige Schwarmwolken zu beobachten.

red/men, Bild: Georg Dorff

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