Es kracht immer an denselben Orten

Die Statistiken der vergangenen Jahre belegen: Immer mehr Unfälle auf Lichtenberger Hauptverkehrsstraßen.

Genau 7.593 Mal krachte es bei Verkehrsunfällen im Jahr 2016 im Bezirk Lichtenberg. Während die Bilanz in 6.761 Fällen nur Blech- und Sachschaden auswies, wurden Menschen bei 623 Unfällen leicht und in 112 Fällen schwer verletzt – einen Todesfall gab es im vergangenen Jahr durch einen Verkehrsunfall in Bezirk  zu beklagen. Unfallverursacher waren in den häufigsten Fällen PKW- und LKW-Fahrer. Erst danach folgten Radfahrer in jeweils rund 200 Fällen, Motorrad- und Mopedfahrer in 80 bis 100 Fällen sowie Fußgänger bei rund 80 Unfällen.

Tendenz steigend

Rund 6.700 mal gab es bei Lichtenberger Verkehrsunfällen nur Blech- und Sachschäden zu beklagen

Der Lichtenberger Abgeordnete der Linken, Sebastian Schlüsselburg hatte vor wenigen Wochen diese Zahlen bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport angefragt.  Besorgniserregende Tendenz dazu: Insgesamt stieg die Zahl der Verkehrsunfälle in Lichtenberg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Satte zehn Prozent mehr Unfälle geben die Statistiken seit dem Jahr 2012 an. Richtig gefährlich war es für Kraftfahrer, Radler und Fußgänger immer wieder an den größeren Kreuzungsbereichen der Hauptverkehrsstraßen.

Dieselben Orte

Vorneweg mit gleich 70 Unfällen rangiert die Kreuzung Möllendorfstraße / Frankfurter Allee, gefolgt von der Kreuzung Landsberger Allee/ Weißenseer Weg mit 62 Unfällen. Aber auch alle anderen Kreuzungen an den großen mehrspurigen Magistralen im Bezirk sind für Fußgänger, Rad- und Autofahrer brandgefährlich: Die Falkenberger Chaussee, die Rhinstraße, der Weißenseer Weg und immer wieder die Kreuzungen an der Frankfurter und der Landsberger Allee listet das Antwortpapier des Senats als unfallträchtigste Ort. Auch die Statistiken des ersten Halbjahres 2017 deuten darauf hin, dass die Zahlen dort auch weiterhin steigen werden. Eine wichtige Angelegenheit, um die sich der Senat nun kümmern muss, findet Schlüsselburg. „Insgesamt macht die Statistik deutlich, dass die vergangenen Jahre für Lichtenberg verkehrspolitisch verlorene Jahre gewesen sind“, so der Abgeordnete.

Das Konzept

Nun müsse der aktuelle Senat eine Vielzahl von Maßnahmen umsetzen, damit auch in Zukunft für mehr Verkehrssicherheit gesorgt werden kann. Dazu gehören für ihn strengere Ahndungen von Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstößen sowie ausgeweitete Kontrollen der Tempo-30-Beschränkungen auch auf Hauptstraßen. Vieles habe die aktuelle Rot-Rot-Grün-Koalition bereits angestoßen. So etwa Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs und die Ausweitung des Zebrastreifenprogramms.

Aber auch die Verbesserung in der Verkehrserziehung sei eine wichtige Maßnahme, um für mehr Sicherheit auf den Berliner und Lichtenberger Straßen zu sorgen. Allein an dieser Stelle zeigten die Lichtenberger Unfallzahlen einen positiven Trend: Die Unfallverursacher junger Menschen bis zu einem Alter von 25 Jahren ist in den vergangenen Jahren um rund ein Drittel gesunken.

Stefan Bartylla, Bild: Imago / seeliger, Bild: imago / Olaf Wagner

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