Kiez meets Museum im Hamburger Bahnhof

Hamburger Bahnhof realisiert wieder Projekte mit Jugendlichen.

Hinter der neoklassizistischen Fassade des Hamburger Bahnhofs versteckt sich eine der interessantesten Ausstellungsflächen Berlins. Dass auf den 13.000 Quadratmetern nicht nur Platz für zeitgenössische Kunst, sondern auch für soziale Projekte ist, zeigt sich jedes Jahr im Herbst. Im Rahmen der „Kiez meets Museum“-Kooperation arbeitet das Museum an der Invalidenstraße gemeinsam mit der Stiftung Leben, einer Stiftung der Gewobag, dann regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen zusammen.

Eine Woche lang hatten junge Erwachsene der Spandauer Initiative „Joblinge“ Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen. Während dieser Tage im Hamburger Bahnhof lernen die Jugendlichen verschiedene Berufsbilder innerhalb des Museums kennen und erfahren sich selbst in verschiedenen Rollen. Dazu haben die Teilnehmer Interviews mit den einzelnen Mitarbeitern des Museums geführt und sind anschließend selber in die Rollen der Interviewten geschlüpft.

Mit Unterstützung

Begleitet wurden sie bei diesem Projekt von einem Filmteam, einer Kunstvermittlerin und Mentoren der Initiative Joblinge. In dieser Woche dann entwickelten die Schüler der Schule an der Jungfernheide innerhalb weniger Tage einen Audioguide mit ihren ganz eigenen Geschichten zu den ausgestellten Kunstwerken. Unterstützt wurden sie dabei von einer Künstlerin, ihrer Lehrerin sowie einem Hörspielautor. Gemacht ist das soziale Projekt, das bereits 2016 erfolgreich durchgeführt wurde, für junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren.

Die Spandauer Joblinge beim Filmen im Restaurant

Seitdem finden Initiativen dieser Art auch mehrmals im Jahr statt, 2018 soll die Zahl auf vier Projekte jährlich wachsen. Bisher entwickelten die Beteiligten neben den Videobeiträgen und einem kostenlosen Audioguide auch einen Museumsführer in schriftlicher Form. Die Schüler und Jugendlichen sollen während der Woche erfahren wie ein Museum dieser Größenart funktioniert und welche Chancen für Berufseinsteiger es bietet – und gleichzeitig ein Produkt schaffen, das auch anderen Besuchern den Zugang zum Museumsalltag erleichtert.

Schule und Museum

Fiona Geuß betreut das Projekt „Museum meets Kiez“ und freut sich über die Kooperation von Schulen und Museen: „Die Schüler und Jugendlichen haben hier die Möglichkeit, mit viel Freiheit an neue Themen heranzugehen und Neues zu lernen. Unser Ziel ist es die Zusammenarbeit von Stiftungen, Museen und Schulen weiter voranzubringen.“ Die Ergebnisse der beiden Projektwochen mit den Titeln „Von Nagel zu Nagel – Von Ort zu Ort“ und „Stell die Verbindung her“ werden am 5. Dezember um 15 Uhr im Hamburger Bahnhof vorgestellt. Die Videos, die die Jugendlichen selber gedreht und entwickelt haben, gibt es auf den Seiten des Museums sowie auf der Online-Präsenz der Joblinge zu sehen.

Katja Reichgardt, Bilder: Joblinge, Katja Reichgardt

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