Finanziell am Limit

Botanischer Garten: Der Bezirk bemüht sich um eine gedeihliche Zukunft des Berliner Juwels.

Anlässlich jüngster Meldungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten des Botanischen Gartens hat Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) jetzt über Bemühungen des Bezirks zum Erhalt der Anlage informiert. „Der Garten und sein Museum sind ein Juwel für Berlin und in ihrer Bedeutung vergleichbar mit Zoo und Tierpark“, sagt sie. Deshalb unterstütze man nach Kräften alles, was ihn in eine sichere Zukunft führt. Akut bedroht sei er derzeit gewiss nicht, seine Schließung kein Thema. Doch die gegenwärtige Finanz und Personalsituation müsse dringend besser werden.

So bestehe gegenwärtig ein Defizit von 50 Stellen und eine finanzielle Lücke von rund 2,6 Millionen Euro jährlich. Das löse sich nicht von alleine auf. Jetzt komme es darauf an, Garten und Museum wieder Perspektiven und Luft zum Atmen zu geben. „Ich gehe davon aus, dass Senat und Abgeordnetenhaus die Notwendigkeit einer auskömmlichen finanziellen Ausstattung erkannt haben. Vielleicht kann ja im Zuge der Beratungen zum Doppelhaushalt 2018/2019 noch eine tragfähige Lösung gefunden werden“, so die Rathauschefin. Der Garten selbst könne das Defizit zwar reduzieren, aber nicht ausgleichen.

Gesamtstädtische Aufgabe

Der Bezirk selbst verfügt über keine eigenen Mittel, aus denen er den Garten unterstützen könnte; dies ist – wie auch bei Zoo und Tierpark – eine gesamtstädtische Aufgabe. Jedoch rühre man kräftig die Werbetrommel und nutze alle Kontakte zu den Senats-Verantwortlichen und zur Freien Universität, unter anderem auch über das bezirkliche Regionalmanagement Südwest, das permanent am Thema dran ist. Hinzu komme die institutionelle Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. „Ohne dieses große Engagement gäbe es Garten und Museum in dieser Form nicht“, sagt Richter-Kotowski. Vor allem der „Verein der Freunde des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem e.V.“ mache sich hier verdient, gemeinsam mit weiteren Förderkreisen, Ehrenamtlern, Paten und Spendern.

Das alles bleibe auch künftig unverzichtbar und wird weiter ausgebaut. „Eine wunderbare Sache, aber das reicht nicht“, sagt die Bürgermeisterin. „Eine dauerhaft auskömmliche Grundfinanzierung ist zwingend notwendig, um den Garten in bisheriger Qualität weiterführen zu können.“

Jürgen Zweigert, Bild: I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

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