Kein Problem mit Denkmal

Riviera-UMbau: Baustadtrat  kontert Kritik am Bezirk.

Je mehr über die geplante Umgestaltung von „Riviera“ und „Gesellschaftshaus“ bekannt wird, desto mehr Unmut regt sich im Bezirk. Nicht nur der Grünauer Verein AG Ortsgestaltung und Vertreter der Linken befürchten, die Pläne eines privaten Investors für Seniorenwohnungen zerstöre den Charakter des denkmalgeschützten Ensembles. Neuerdings  steht auch Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) in der Kritik. Katalin Gennburg, Linke-Abgeordnete aus Alt-Treptow, wirft ihm vor, die Bauvoranfrage nach jahrelangem Stillstand vorschnell positiv beschieden und damit den Ausverkauf zweier prominenter Gebäude begünstigt zu haben, anstatt hart zu verhandeln.

Mehr Substanz

Das will Hölmer nicht auf sich sitzen lassen. „Die derzeitige Lösung erhält mehr Bausubstanz als bereits 1995 und 1998 erstellte Bauvorbescheide, obwohl durch den langen Leerstand die Substanz heute deutlich geschwächter ist“, teilt er schriftlich mit. „Die private Grundstückskäuferin, die  Terragon GmbH, hatte eine Bauvoranfrage zur Instandsetzung der Denkmale im Rahmen der Errichtung einer Seniorenwohnanlage in der Regattastraße gestellt, die das Bezirksamt zu bescheiden hatte und im Einvernehmen mit dem Landesdenkmalamt positiv beschieden hat. Der Vorbescheid darf allerdings nur ausgenutzt werden, wenn zuvor der Saal der ,Riviera’ denkmalgerecht saniert wird und das Gesellschaftshaus mit seinen wesentlichen Elementen, insbesondere der Veranda erhalten bleibt“, betont Hölmer. „Dies wird in einem denkmalrechtlichen Vertrag geregelt. Die Antragstellerin hatte einen Rechtsanspruch auf einen Bauvorbescheid und dieser Bescheidungspflicht ist das Bezirksamt nachgekommen.“ Der „Riviera“-Saal werde nicht entkernt, sondern weitestgehend erhalten und restauriert. Der Saal des „Gesellschaftshauses“ werde  durch Einbauten für eine Wohnnutzung umgestaltet. Welche Elemente des Saales dabei erhalten werden können sei noch nicht abschließend geklärt.  „Neben einem städtebaulichen Vertrag wird derzeit an einem denkmalrechtlichen Vertrag gearbeitet, der die Sanierung der denkmalgeschützten Bauten vor Aufnahme der Nutzung der Neubauten sichert“, fügt der Stadtrat hinzu.

Nils Michaelis, Bild: imago/Jürgen Ritter 

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