Premiere mit Hindernissen

Zur Eröffnung des Mahlsdorfer Regionalbahnhaltes wird es Anfang Dezember noch keinen barrierefreien Zugang geben.

Ein provisorisches Treppengerüst wird den
Zugang zum Bahnsteig vorerst möglich machen

Wer sich in den vergangenen Tagen am Bahnhof Mahlsdorf umschaute, um sich über Stand der Bauarbeiten am neuen Regionalbahnhalt zu informieren, wird es schon geahnt haben: Ganz ohne Komplikationen verläuft das Projekt zum geplanten Eröffnungstermin wohl nicht. Eine entsprechende Nachricht hatte Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) zur vergangenen Bezirksverordnetenversammlung bereits verkündet. „Wir werden zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember nur eine provisorische Eröffnung des Regionalbahnhaltes in Mahlsdorf haben. Die Barrierefreiheit wird nicht gegeben sein“

Dort, wo in wenigen Tagen bis zu 1.400 Fahrgäste den Weg zum neuen Bahnsteig finden sollen, steht im Moment noch ein unverkleidetes Treppengerüst. Auch die hölzernen Verschalungen am Fuße des neuen Bahndammstranges lassen noch eine Menge Aufwand und Arbeit bis zur wirklich nutzbaren Fertigstellung des neuen Regionalbahnhaltes vermuten. Allein der Anblick des fertig gepflasterten Bahnsteiges mit Wartehäuschen, Fahrtzielanzeigern und Lautsprecheranlagen machen wirklich Hoffnung für die planmäßige Freigabe des Bahnhofs.

Bahn kommt

Seit Frühjahr des Jahres wird am Regionalbahnhalt in Mahlsdorf für den Halt der Regionalbahnen von und nach Kostrzyn gearbeitet. Der 140 Meter lange Bahnsteig selbst wird zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember wohl fertig gestellt sein. Bei den Sicherungsarbeiten am Bahndamm, zu dem eine Wand aus Bohrpfählen gesetzt werden musste, waren die Bauleute im Sommer in zwölf Meter Tiefe auf eine Lehmschicht gestoßen, die trotz eines zuvor gefertigten Bodengutachtens nicht bekannt war. „Die Planungen für diese Bohrpfahlwände mussten neu überarbeitet werden“, teilt ein Bahnsprecher dazu mit. Passende Maschinen für die neuen Anforderungen mussten beschafft und neue umfangreiche Qualitäts- und Prüfläufe durchgeführt werden. Aufgrund des Zeitverzuges kann jetzt nur eine provisorische Treppe installiert werden. Der Bau des festen Treppenaufgangs einschließlich Überdachung und Aufzug soll voraussichtlich bis Mai 2018 ifertig gestellt sein.

Mit Umwegen

Bis dahin schlägt die Bahn allen mobilitätseingeschränkten Reisenden vor, für Fahrten in die Innenstadt oder nach Strausberg die Züge der Linie S5 zu nutzen, um dort in die Regionalbahn der Linie RB 26 umzusteigen. Auch in Sachen Witterungschutz improvisiert die Bahn noch ein wenig. Bis zur Fertigstellung der endgültigen Überdachung werden die bereits fertigen Wartehäuschen auf dem Bahnsteig noch ohne Sitzplätze ausgestattet sein. Das soll vorläufig Platz und Regenschutz für wartende Fahrgäste schaffen.

Neue Möglichkeiten

Der neue Halt der Züge der Linie RB 26 am Bahnhof Mahlsdorf steht im Zusammenhang mit der Verlängerung dieser Linie zum Bahnhof Ostkreuz. Zu den täglich rund 13.300 S-Bahn-Nutzern werden noch  1.400 Regionalbahnreisende erwartet, die am Bahnhof Mahlsdorf ein- und aussteigen. Insgesamt werden in das Projekt rund 3,5 Millionen Euro investiert. Das Land Berlin ist an diesen Investitionssummen beteiligt.

Autor und Bilder: Stefan Bartylla

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