Bezirk legt Erinnerungsfonds auf

Stolpersteine: Spendenaufkommen höher als gedacht.

Nach dem Diebstahl der Neuköllner Stolpersteine Anfang November setzte eine überwältigende Spendenbereitschaft für den Ersatz der Steine ein, sodass inzwischen weit mehr Geld eingegangen ist, als dafür benötigt wird. Darüber informiert das Bezirksamt. Mit dem Mehrbetrag an Spendengeldern will der Bezirk nun einen Schulpädagogischen Erinnerungsfonds auflegen. 14.000 Euro von weit über 100 Privatpersonen und Firmen seien beim Bezirksamt Neukölln zum Ersatz der gestohlenen Stolpersteine eingegangen. N

ach Abzug der Kosten für die neuen Steine sowie die Neuverlegung (zusammen etwa 5.400 Euro) bleiben demnach rund 8.600 Euro übrig. Mit dem Erinnerungsfonds sollen Schulklassen ermutigt werden, sich im Unterricht oder in Projektwochen mit der Geschichte von Opfern des Nationalsozialismus zu befassen. Dafür werden dann aus dem Erinnerungsfonds Mittel für die Verlegung eines Stolpersteins bereitgestellt. Auch Angehörige oder Personen, die einen Stolperstein initiieren möchten, aber nicht über die nötigen Mittel verfügen, sollen aus den Mitteln des Fonds Unterstützung erhalten. Nähere Informationen hat das Museum Neukölln unter (030) 6 27 27 77 20.

(red)

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