Steinplatz öffnet sich Richtung Norden

Bauarbeiten konnten nach langem Vorlauf nun endlich beginnen.

Eine weitere Baustelle fügt sich seit einigen Tagen in das ohnehin von Bauarbeiten geprägte Bild rund um die Hardenbergstraße. Seit dieser Woche wird die Grünanlage auf dem Steinplatz umgestaltet. Laut Bezirksamt soll der Platz dafür zunächst komplett geräumt werden. Auch Rodungs- und Fällungsarbeiten sind angesetzt. Letztere werden sieben alte Bäume treffen, die krank oder bereits abgestorben sind. Der Siegerentwurf, der sich bei einem Wettbewerb durchsetzen konnte, sieht die Öffnung des Parks in Richtung Norden vor. Damit wird auch eine Verbindung zu den gegenüberliegenden Universitätsbauten geschaffen. Auch der Parkplatz wird sich demnach verändern und mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet.

Auf dem Platz selbst sorgen dann ab 2019 ebenfalls Sitzbänke, 15 neue Bäume und eine Rabatte für Farbe und Gemütlichkeit. Aufgewertet werden zudem die Gedenksteine für die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus. Im späten Frühjahr übernächsten Jahres wird mit der Fertigstellung der Umgestaltung gerechnet. Der Steinplatz unweit des Zoologischen Gartens und der Technischen Universität Berlin wurde bereits im Jahr 1885 als gründerzeitlicher Schmuckplatz angelegt und in den 50er-Jahren zum letzten Mal umgestaltet und modernisiert. Eine erneute Anpassung und Umgestaltung war also seit Langem überfällig – und seit einigen Jahren in Planung.

So kamen bereits 2014 Anwohner zusammen, um die zeitgemäße Gestaltung anzustoßen. 2015 folgte der entsprechende Wettbewerb mit dem Titel „Campus meets Steinplatz“ für Studenten der Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität, den Leon Giseke, Lasse Malzahn und Lucas Rauch für sich entscheiden konnten. Wiederum ein Jahr später wurde das Berliner Landschaftsplanungsbüro Schirmer-Partner mit der Umsetzung des Sieger-Entwurfes beauftragt.

Red., Visualisierung: TU Berlin / Giseke, Malzahn, Rauch

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