Siebter Vorkaufsrechts-Fall ist rechtskräftig

Haus geht mittelfristig an die aktuellen Mieter.

Als der Bezirk im März das Vorkaufsrecht für das Haus an der Zossener Straße nutzte, zeichnete sich ein langer Rechtsstreit ab: Der ursprüngliche Eigentümer legte Widerspruch ein. Jetzt konnte die Situation geklärt werden, alle offenen Klagen von Verkäufern und auch Käufern wurden inzwischen zurückgezogen. Perspektivisch werden die Bewohner des Hauses selbst Eigentümer werden.

Das Haus mit 17 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten geht jetzt an die Stiftung „Nord-Süd-Brücken“. Das Haus wird in Zukunft im Erbbaurecht durch eine GmbH aus Mietergemeinschaft und dem „Mietshäuser-Syndikat“ bewirtschaftet – einer Organisation, die eigenständige Hausprojekte unterstützt und ihnen bei der Beschaffung der nötigen finanziellen Mittel hilft. „Diese Konstellation hat es im Zusammenhang mit dem Vorkaufsrecht im Bezirk noch nicht gegeben“, so Baustadtrat Florian Schmidt. „Wir hoffen, dass in Zukunft weitere Mietergemeinschaften diesem Beispiel folgen werden. Derzeit erarbeitet eine Arbeitsgemeinschaft in Auftrag des Bezirksamtes und in Kooperation mit stadtpolitischen Initiativen ein Konzept zur Unterstützung von Hausgemeinschaften, die ihre Häuser in eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung überführen möchten.“

Von zehn bisher durch den Bezirk ausgeübten Vorkaufsrechten sind damit insgesamt sieben rechtskräftig. Aktuell wird das Vorkaufsrecht für ein Haus in der Straßmannstraße geprüft.

(red)

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