Aufatmen in der Schilleria

Mietvertrag des Mädchentreffs für fünf Jahre verlängert

Erleichterung im Schillerkiez: Nach einer Einigung mit dem Vermieter kann der Mädchentreff Schilleria in der Neuköllner Weisestraße für mindestens fünf weitere Jahre in seinen Räumen bleiben. Dies teilte das Bezirksamt mit. Noch vor wenigen Tagen war das Schicksal der Einrichtung unsicher, nun hat Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) im Gespräch mit dem Eigentümer des Hauses eine einvernehmliche Lösung herbeiführen können. Der neue Mietvertrag ist für fünf Jahre abgeschlossen. Darüber hinaus enthält er eine Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre.

Über die Höhe der Miete wurde Stillschweigen vereinbart. Bevor die Verhandlungen zum Erfolg führten hatte der „Frauenverein MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.“, der die Einrichtung betreibt, mit einer deutlichen Erhöhung, wenn nicht sogar einer Verdoppelung der Miete gerechnet.

Soziales Gewissen

„Ich bin froh und dankbar, dass wir uns heute mit dem Eigentümer einigen konnten“, so Jugendstadtrat Jugendstadtrat Falko Liecke: „Das Gespräch mit ihm habe ich als sehr angenehm und entgegenkommend empfunden. Der Eigentümer hat verstanden, dass die soziale Infrastruktur im Kiez wichtig ist. Ohne soziale Einrichtungen kann ein ganzer Stadtteil kippen und jahrelange Arbeit zunichtemachen..“ Er danke dem Eigentümer dafür, dass er nicht nur mit dem Rechenschieber, sondern auch mit einem sozialen Gewissen ausgestattet sei.

Der Mädchentreff Schilleria arbeitet bereits 15 Jahre in Neukölln. Er bietet neben Nachhilfe und Berufsorientierung auch kreative Angebote wie Theater- und Musikkurse an. Ein wichtiges Themenfeld ist auch die Stärkung von Autonomie und Selbstbestimmung bei den Mädchen und jungen Frauen, die zum großen Teil aus arabisch- oder türkischstämmigen Familien stammen. Mädchen können in der Einrichtung unter sich sein, entspannen und bekommen bei Bedarf Hilfe und Unterstützung.

Red, Bild: Oliver Schlappat

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