Spreepark: Bewegung im Streit um Verkehrsanbindung

Für Dammweg und Parkplätze rückt offenbar ein Kompromiss in Reichweite

Die Frage, wie der Spreepark nach der Umgestaltung an das Verkehrsnetz angeschlossen werden soll, zählt zu den kniffligsten Punkten der Planung. Während der Eigentümer Grün Berlin im Sinne der Wirtschaftlichkeit an einer besseren Anbindung über den Dammweg und mehr Parkplätzen für Autofahrer interessiert ist, warnen Natur- und Landschaftsschützer vor zu großen Eingriffen.

Ein Ausbau des schmalen Dammwegs zur Durchgangsstraße und eine Schaffung von Parkplätzen im großen Stil gilt als ausgeschlossen. Anwohner haben immer wieder Befürchtungen geäußert, dass die umliegenden Straßen nach der Eröffnung des Spreeparks von den Autos der Besucher zugeparkt werden könnten.

Mehrere Varianten

Mehrere Varianten. Bei der jüngsten Dialogveranstaltung, die Grün Berlin kürzlich im Rahmen der Erstellung des Masterplans für den einstigen Vergnügungspark durchgeführt hat, hat sich offenbar ein Kompromiss zwischen Bürgern, Naturschützern und Grün Berlin abgezeichnet. „Ein neues Modell sieht vor, den Dammweg von vier auf lediglich 7,50 Meter zu verbreitern und auf beiden Seiten einen Fußweg anzulegen“, berichtet die Bezirksverordnete Marina Borkenhagen (Die Linke).

Zudem habe das landeseigene Unternehmen , das das Gelände 2016 erworben hatte, die Mindestanzahl der Parkplätze auf 100 reduziert. „Grün Berlin hat sich bewegt, das ist bemerkenswert.“ Laut Grün Berlin kursieren beim Dammweg allerdings auch Planspiele mit der bisherigen Fahrbahnbreite. „Die unterschiedlichen Varianten werden gegeneinander abgewogen“, so eine Sprecherin.

Was das Parken betrifft: Rein rechnerisch gebe es einen Bedarf von 270 Stellplätzen. Aktuelle Planungen gingen zunächst aber von 100 ebenerdig gebauten Stellplätzen aus. „Im Rahmen einer nachträglichen Evaluation wird geprüft, ob die Stellplatzanzahl ausreichend oder zu gering angesetzt wurde“. In letzterem Fall könnte die Zahl etwa mittels einer Parkpalette auf bis zu maximal 270 Plätze erhöht werden.

Teileröffnung bis 2020

In zwei bis zweieinhalb Jahren könnten laut Grün Berlin erste Teile des Parks auf Grundlage des jetzigen Rahmenplans wieder eröffnet werden. Um sämtliche Planungsschritte abzuarbeiten, könnten fünf bis acht Jahre vergehen. Dafür sind rund 20 Millionen Euro aus dem Siwa-Programm der Landesregierung vorgesehen.

Nils Michaelis, Bild: Lichtschwärmer

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