Wo Tanzen Leben ist

Neueröffnung – Dance Academy der Flying Steps feiert Jubiläum.

Das orange-weiße Poster an der Außenwand der ehemaligen Lagerhallen in der Lobeckstraße 30-35 in Kreuzberg ist auch von Weitem nicht zu übersehen. Ein Breakdancer steht einhändig auf einer großen Musikbox – ein Benny Freeze auf einem Ghettoblaster, würde Vartan Bassil sagen. 1993 gründete er mit Kadir Memir die Flying Steps.

Ein rundes Jubiläum

Ein Hinterhof im Wedding diente damals als Probeort, Studio und Bühne. Mittlerweile touren die Flying Steps mit ihren Produktionen „Fyling Bach“ und „Flying Illusion“ durch die ganze Welt und der ehemalige Hinterhof ist die größte urbane Tanzschule Deutschlands, Vartan ihr Inhaber. Vom belächelten Straßentänzer zum erfolgreichen Tanzstudiobetreiber – 2018 feiert die Academy ihr 10jähriges Bestehen und macht sich selbst ein langersehntes Jubiläumsgeschenk. „Jetzt ist es wirklich langsam eine Academy“, sagt Vartan stolz, während er durch die gläserne Wand zwischen Tür und Tanzstudio schaut.

Für Anfänger und Profis

Tag der Offenen Tür in der Flying Steps Academy zum 10-jährigen Jubiläum und der Eröffnung neuer Räume

Es läuft amerikanischer Hip-Hop, die Jugendlichen bewegen sich im Takt. „Mittlerweile sind wir ein Haus für alle Tanzstile“, erzählt der Dreifachvater. Wenn er von der Academy spricht sagt er „wir“ und “uns“. Tanzen ist für ihn mehr als Sport, die Academy mehr als sein Arbeitsplatz. Zum 10-jährigen Jubiläum erweitert sich die Academy um 1500 Quadratmeter. Die neuen Räumlichkeiten im Keller der ehemaligen Lagerhallen haben einen industriellen Charme, einen urbanen Charakter. „Ein Tänzer muss fit für die Bühne sein“, sagt Vartan, während er die zwei neuen Räume vorstellt.

Ein functional room, ein offener Fitnessbereich, soll Kraft und Ausdauer verbessern. Fitnesstrainer Pat Pertz steht den Trainierenden dabei zur Seite. Während auch ein Laie eine grobe Vorstellung von Fitnesstraining hat, zuckt selbst der Profi bei letzterer Erneuerung mit den Schultern. „Das ist weltweit einzigartig“, erklärt Pressesprecherin Sophie Krause, während sie auf eine große Leinwand in einem Glaskäfig zeigt. „Education Room“, sagt Vartan, „virtuelle Tanzbibliothek“, sagt Sophie.

Mehr als ein Tanzstudio

Von der Academy entwickelt können hier Basisschritte auf der Leinwand angeschaut und nachgetanzt werden. Auch Vorträge von Coaches und Tanz-Größen sollen gehalten und Filme gezeigt werden. „Die Bildung ist uns sehr wichtig“, nickt Vartan. Im Eingangsbereich steht Marco Prüfer hinter einer glänzenden Siebträgermaschine. Auch die Zweitausend Kaffee Kantine ist neu, „2000, weil wir in diesem Jahr unseren zweiten Breakdance-Weltmeistertitel geholt haben“, verrät Vartan. Vor 16 Uhr finden hier nur selten Kurse statt. Internationale Gruppen üben dann ihre Performances. Von Berlin nach London, Tokio, Rio.

Talente fördern

Trotz Talentscouting und Leistungsförderung kann jeder Tanzbegeisterte, Kindergartenkind oder Vierfach-Mama, mitmachen. Neben Breakdance, Popping und Locking kann African Dancehall, Jazz, Contemporary oder Ballett ausprobiert werden. Wer sich lieber von der Ästhetik der Tanz-Kunst begeistern lässt, kann sich die urbane Tanzshow Flying Illusions ab Mai 2018 im Theater am Potsdamer Platz ansehen. „Wir sind weltweit unterwegs, aber das hier ist unser Zuhause“, sagt Vartan, Gründer und nach wie vor Kern der großen Familie Dance Academy Flying Steps.

Text: Christina Lopinski, Bilder: Nika Kramer

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