Seekuh Lisa ist tot

Tierpark Berlin musste das Tier einschläfern.

Bereits im November letzten Jahres war die Sorge um die Karibische Manati-Seekuh Lisa im Friedrichsfelder Tierpark groß gewesen. Trotz intensiver Behandlung verschlechterte sich der Zustand Tiers in den vergangenen Tagen so sehr, dass sie am Montagvormittag eingeschläfert werden musste. Mit 31 Jahren hatte Lisa bereits ein stattliches Alter erreicht. Das Höchstalter bei Seekühen liegt zwischen 30 und 45 Jahren.

Altersbedingte Einschränkungen

Die Tierärzte des Tierparks und Spezialisten des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) behandelten Lisa in den vergangenen Wochen regelmäßig. Zunächst schien sich ihr Zustand wieder zu stabilisieren, bis sie dann vor wenigen Tagen anfing deutlich abzubauen. Grund hierfür sind altersbedingte Erkrankungen, wie eingeschränkte Funktionstüchtigkeit von Nieren, Herz und Lunge.

„Da wir nicht davon ausgehen konnten, dass sich der Gesundheitszustand von Lisa verbessern wird, sondern wir leider davon ausgehen mußtrenh, dass sich ihr Zustand zunehmend verschlechtert, war es unsere Pflicht, ihr unnötiges Leiden zu ersparen und sie einzuschläfern“, sagt Tierparkdirektor und Tierarzt Dr. Andreas Knieriem.

Hinterläßt zwei Witwer

Lisa kam 1995 aus Nürnberg in den Tierpark nach Friedrichsfelde. Nach ihrem Tod leben dort noch die beiden Seekuh-Bullen Humboldt (35) und Columbus (28). Deutschlandweit sind Seekühe nur in Berlin und Nürnberg zu sehen.

Text und Foto: Tierpark Berlin

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