Gemeinsames Herzzentrum kommt

Charité und Deutsches Herzzentrum einigen sich.

Bereits vor einigen Monaten berichtete das Berliner Abendblatt über das geplante gemeinsame Herzzentrum von Charité und dem Deutsche Herzzentrum. Zwischendurch kam es zu Uneinigkeit um die Verteilung der Mehrheitsverhältnisse des Projekts. Dafür wurde nun eine Lösung gefunden, dem Projekt und geplantem Neubau steht nichts mehr im Weg. Die Charité hat künftig die strategische Führung inne, bleibt mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafterin und hat die Entscheidungsmacht über den Wirtschaftsplan.

Einstimmigkeit erzielt

Beim Investitionsplan muss hingegen Einstimmigkeit erzielt werden. Das Universitäre Herzzentrum Berlin (UHZB), so der offizielle Name des Projekts, soll in Zukunft die internationale Spitzenstellung Berlins in der Herz- und Kreislaufmedizin sicherstellen und in den Bereichen Forschung, Krankenversorgung und Lehre weiter ausbauen.

„Ich freue mich, dass wir die Verhandlungen über die Etablierung des Universitären Herzzentrums zu einem erfolgreichen Abschluss bringen konnten. Durch eine kluge Nutzung von Synergien bauen wir Berlin zu einem führenden Standort der Herzmedizin weiter aus. Es ist unser gemeinsames Ziel, die bestmögliche medizinische Versorgung für die Menschen in unserer Stadt zu sichern“, sagt Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung.

Vorbild-Projekt

Und auch Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, begrüßt das Verhandlungsergebnis: „Ich bin sehr erleichtert, dass es nun gelungen ist, zwei wichtige Partner im Universitären Herzzentrum zusammenzuführen. Wir danken dem Regierenden Bürgermeister ausdrücklich für seine Moderation. Die Möglichkeiten und Netzwerke einer international renommierten Wissenschaftseinrichtung, der Charité, vereint mit der exzellenten Expertise in allen Bereichen der Herzchirurgie des Deutschen Herzzentrums Berlin, eröffnen nun neue Wege in der Behandlung und Erforschung von Herzkrankheiten. Damit sind wir in der Lage, Innovationstreiber europäischer Herz-Kreislauf-Forschung zu sein.“ Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist ein Neubau für die universitäre Herzmedizin am Charité Campus am Virchow-Klinikum.

500 Betten und damit 100 mehr als bisher soll es in der neuen Herzmedizin an drei Standorten geben. Zudem versprechen die Beteiligten einen qualitativen Sprung für die Patientenversorgung und die Forschung. Bevor mit den Bauarbeiten für das neue Gebäude begonnen werden kann, ist die Gründung einer GmbH für das UHZB notwendig, was noch für dieses Jahr geplant ist. Der erste Bauabschnitt soll innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen werden.

Text: Redaktion, Bild: HDR GmbH 

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