Berliner Spezialdruckerei zieht um

So spannend ist der Standort Berlin.

Die Prognose von Wirtschaftsfachleuten hinsichtlich der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Berlin fiel am Jahresbeginn durchweg positiv aus. Den Experten zufolge kann die deutsche Hauptstadt bis zum Jahr 2030 mit doppelt so hohen Zuwachsraten im Wirtschaftswachstum rechen wie im bundesdeutschen Durchschnitt. Auch das strukturschwache Umland der Hauptstadt soll von einem wirtschaftlichen Zuwachs profitieren.

Bundeshauptstadt Berlin

Für Fachleute zählt Berlin seit langem zu den dynamischsten Regionen. Die Hauptstadt liegt durch ihre hohe Anzahl an Unternehmensgründungen und Start Ups im europaweiten Vergleich derzeit auf einem der vorderen Plätze. Manager sehen für einen Firmenzuzug nach Berlin ein hohes Potential. Bedingt durch die zentrale geografische Lage der Stadt und ein solides Angebot hochwertiger Gewerbeimmobilien würden derzeit viele Unternehmen über einen Wechsel nachdenken, teilten namhafte Wirtschaftsinstitute mit.

Eine erfolgreiche Druckerei wie die Spezialdruckerei Union-Klischee, zu deren Leistungen Textildruck, Digitaldruck, Tampondruck, Siebdruck und andere Druckverfahren zählen, befindet sich seit kurzem an ihrer neuen Firmenadresse: UNION-KLISCHEE GmbH, Lankwitzer Straße 34, 12107 Berlin. Die Berliner Druckerei setzt moderne Ätztechnik ein und druckt Leiterbahnen.

Junge Arbeitssuchende

In Berlin werden besonders viele Unternehmen und Start Ups gegründet

Der Wirtschaftsstandort Berlin steht auch im Fokus zahlreicher Arbeitssuchender, die sich von einem Umzug an die Spree einen neuen Arbeitsplatz mit guten finanziellen Aussichten versprechen. Die von der Stadt Berlin veröffentlichten Zahlen zeigen, dass jährlich durchschnittlich 40.000 Menschen nach Berlin ziehen. Dabei stellen junge Arbeitnehmer zwischen 18 und 30 Jahren den größten Anteil der Neubürger.

Niedrige Lebenshaltungskosten

Weshalb entscheiden sich Unternehmen für einen Umzug nach Berlin? Die vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten stellen ein wichtiges Argument für die Verlagerung des Firmensitzes dar. Vor allem Firmengründer aus der Technologiebranche und der Kreativwirtschaft sollen Angaben zufolge an der Hauptstadt als Firmenstandort interessiert sein.

In den vergangenen Jahren entstanden im Umfeld der Regierungsviertel zahlreiche neue Unternehmen im Finanzsektor, der Hotellerie und der gehobenen Gastronomie. In Berlin-Mitte stellt die Medien- und Werbebranche einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Die zentrale Lage des Stadtbezirks und dessen gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel trägt im Wesentlichen dazu bei, dass sich kleine und große Unternehmen in diesem Bereich angesiedelt haben. Die Stadtverwaltung erhofft sich vom Hauptbahnhof eine zusätzliche Belebung des Einzelhandels und des Tourismus.

Neues Konzept

Nach Expertenmeinungen steht der Berliner Wirtschaft im Jahr 2018 dennoch ein schwieriges Jahr bevor. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum könnte schon bald die Mieten weiter verteuern. Sollten sich die Preise für Gewerbeimmobilien ebenfalls erhöhen, kann sich dies negativ auf den Zuzug neuer Unternehmen auswirken. Einen Grund zur Sorge sehen Wirtschaftsfachleute auch im aktuellen Urteil gegen den Sonntagsverkauf. Die nächsten verkaufsoffenen Sonntage wurden bereits von der Gewerkschaft verhindert. Dies kann zu einem Rückgang im Tourismus führen, da Messebesucher und Wochenendurlauber zu den ausgabefreudigsten Kunden zählen.

Bisher ist das verbraucherfreundliche Ladenöffnungsgesetz in Berlin noch nicht gefährdet, allerdings könnte sich dies schnell ändern. Einzelhändler und Großhändler fordern deshalb von der Stadt ein neues Konzept, das dem Kundenbedarf entgegenkommt und gleichzeitig die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmer berücksichtigt. Die Entwicklung einer Strategie geht vielen Firmen derzeit nicht schnell genug. Wenn es der Politik gelingt die Hindernisse zu überwinden, kann Berlin seinen Platz als wichtigster Wirtschaftsstandort der Region behaupten. Das Interesse vieler Unternehmen an Berlin als Firmenstandort ist jedenfalls ungebrochen.

Bilder: (1) Pixabay/fsHH, (2) Pixabay/Mediengestalter

WEITERSAGEN