Kohlenmonoxid: Lebensgefahr in Shisha-Bar

Bei Schwerpunktkontrollen maßen Beamte Kohlenmonoxid-Werte vielfach über den Grenzwerten.

Eine Shisha-Bar in Tempelhof jetzt nach einer Kontrolle umgehend geschlossen und versiegelt. Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen, die eigentlich Steuerverstößen und Schwarzarbeit galten, stellten Beamte von Polizei, Ordnungsamt, Hauptzollamt und Bauaufsicht eine erschreckend hohe Konzentration des tödlichen Gases fest: mehr als 500 ppm (parts per million) stellte das Bauamt fest. Hauptquelle war offenbar ein Shisha-Ofen. Zulässig für Gäste wie Mitarbeiter sind 30 ppm – über einen Zeitraum von acht Stunden!

Etliche Verstöße

Die Kontrolle galt vor allem Shisha-Bars und Gaststätten, die bereits einschlägig für Verstöße bekannt sind. Insgesamt waren 30 Beamte im Einsatz, die erneut eine Reihe weiterer Delikte feststellten. In einer Gaststätte musste ein unerlaubtes Geldspielgerät beschlagnahmt und zwei weitere Verstöße gegen die Spielverordnung aufgenommen werden. Das Hauptzollamt beschlagnahmte über 110 Kilogramm unversteuerten und mit Glycerin sowie Aromastoffen gestreckten Wasserpfeifentabak.

Schädlingsbefall

Bei zwei Gaststätten, die selbst Speisen zubereiten, wurden zwei Strafverfahren wegen Schädlingsbefall eingeleitet. In sechs überprüften Lokalitäten wurden insgesamt 33 Gäste und Betriebsangehörige überprüft. Es wurden 83 Gewerbeverstöße festgestellt, darunter waren 13 Verstöße gegen das Jugend- und Nichtraucherschutzgesetz, 44 Verstöße gegen das Lebens- und Futtermittelgesetzbuch sowie Lebensmittelhandelsverordnung, drei Verstöße gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungs- und das Mindestlohngesetz sowie drei Steuerstrafverfahren wegen Steuerhehlerei durch illegalen Tabak.

Aufgrund der vorgefundenen Rechtsverstöße sollen die Kontrollen zukünftig intensiviert und in zeitlich kurzen Abständen fortgesetzt werden.

Text: Redaktion, Bild:Thinkstock/iStock/Okopniy

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