Im Problemkiez Kosmosviertel bewegt sich was

Quartiersmanagement: positive Jahresbilanz und optimistischer Ausblick.

Viel hat sich im Kosmosviertel während des vergangenen Jahres getan. Große Projekte sind angelaufen. Auch für dieses Jahr hat sich das Quartiersmanagement (QM) einiges vorgenommen.

Insgesamt seien für das Kosmosviertel seit dem Start des QM im Jahr 2016 rund 700.000 Euro an Investitionen bewilligt worden. Neben den 150.000 Euro, die über das QM zur Verfügung stehen, stammt der größte Teil der Summe aus einem Sonderfonds der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. „Mithilfe dieses Geldes konnten große, zukunftsweisende Projekte angeschoben werden, die im Kosmoskiez zu einer besseren Nachbarschaft und Wohnumgebung beitragen“, heißt es beim QM.

„Für die Kinder im Kiez ist wahrscheinlich die Ankunft der beiden Ponys auf dem Abenteuerspielplatz Waslala das Ereignis der letzten Monate“, so das QM weiter. Der Ankauf der Tiere erfolgte über das Projekt „Umweltbildung – Stadtkinder erleben Naturkreisläufe“, das den Kindern Umweltzusammenhänge und Wissen über Nutztiere und ökologische Kreisläufe nahebringen soll.

Bewohner herausgelockt

Für alle rund 1.000 Kinder und Jugendliche im Gebiet seien Verbesserungen in Sicht. „Bislang mussten sie auf Spiel- und Sportplätzen, die schon arg in die Jahre gekommen sind, ihre Freizeit verbringen“, teilt das QM mit. Inzwischen locke der Traktorspielplatz mit neuen attraktiven Spielgeräten und auf dem Spielplatz am Bürgerhaus werden im Frühjahr ebenfalls neue Geräte aufgestellt.

Das Hochseil-Event im Herbst sei der spektakuläre Teil des halbjährigen Zirkusprojektes „Connecting People“ gewesen. Groß und Klein, Alt und Jung sowie neue und alte Bewohner wurden herausgelockt, um einen gewagten Balancierakt zu bestaunen. Und zwar jenseits von menschlichen und kulturellen Gräben. Die Unterkunft für Geflüchtete am Quittenweg liegt in unmittelbarer Nähe des Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi und des Kosmosviertels. „Um diesen Menschen das Ankommen in Berlin zu erleichtern und unkomplizierte Kontakte zwischen Alt- und Neuberlinern zu ermöglichen, wurde das Projekt rund um den Zirkus entwickelt.“ Im Februar werde außerdem das „Café Quitte“ als ein weiterer Treffpunkt für die Nachbarschaft eröffnet.

Mieterberatung angelaufen

Aber auch im Alltag der Bewohner habe sich einiges getan. Seit Mai 2017 bis vorerst Ende dieses Jahres bietet der „Info Point Alleinerziehende“ zweimal wöchentlich seine Beratung im Kiez an. Eine Mieterberatung im Bürgerhaus Altglienicke ist jetzt angelaufen.

Text: red/nm, Bild: QM Kosmosviertel

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