Humboldt Forum wird pünktlich vollendet

Neues Stadtschloss erwartet bis zu vier Millionen Besucher im Jahr.

Das Humboldt Forum rechnet mit einem Jahresetat von 60 Millionen Euro und bis zu vier Millionen Besuchern pro Jahr. Das sind nur zwei von vielen mehr oder weniger beeindruckenden Zahlen, die jetzt während einer Pressekonferenz der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss genannt wurden. Anlass war, dass in diesem Jahr die bauliche Fertigstellung des neuen Berliner Kulturtempels näher rückt und gleichzeitig die Vorbereitungen für den Einzug der musealen Objekte wie auch für das inhaltliche Programm auf Hochtouren laufen.

Bekannte Exponate

Laut Bauvorstand Hans-Dieter Hegner ist für 2018 zunächst die Einbringung der Großobjekte aus Dahlem geplant. Südseeboote und Südseehäuser sowie die buddhistischen Höhlenmalereien von der Seidenstraße sind wohl die bekanntesten Exponate der Dahlemer Sammlungen der Staatlichen Museen. Restaurierung, Transport und Einbringung dieser Objekte ins Humboldt Forum sind eine besondere Maßnahme, die in den Bauablauf eingetaktet werden musste. Sie werden zum Teil im Stück ins Humboldt Forum gebracht. Dafür wurden an der Innenfassade zum Foyer große Öffnungen freigelassen, die erst verschlossen werden, wenn die Objekte in den weitestgehend fertiggestellten Ausstellungskuben sind. Ab März 2019 werden die Staatlichen Museen beginnen, ihre Exponate zu platzieren. Dann wird auch eine reguläre Klimatisierung umgesetzt.

Barocke Pracht

Ein weiterer Meilenstein werde die Fertigstellung und dann die Ausrüstung der rekonstruierten historischen Schlossfassaden sein. Eine erste Musterfassade wurde schon im Sommer 2017 zum Tag der offenen Baustelle präsentiert. Bis Juni 2018 werden nunmehr alle Fassaden fertiggestellt. Dann fallen die Gerüste und das Gebäude erstrahlt in seiner ganzen barocken Pracht. Für die Fassaden, die aus Spenden finanziert werden, sind bislang 70 Millionen Euro eingesammelt worden. 105 Millionen werden bis Ende 2019 benötigt.

Attraktive Angebote

Stiftungs-Vorstand Johannes Wien hob die organisatorischen Herausforderungen beim Aufbau eines solchen Kulturhauses hervor. Geplant seien 1.000 Veranstaltungen im Jahr. Um den Besuchern vom ersten Tag an ein attraktives Angebot zu bieten, werde zum Beispiel die Beschäftigtenzahl von jetzt 90, auf circa 350 Mitarbeiter steigen.Öffentliche Veranstaltungen. Bei einer öffentlichen Abendveranstaltung am 26. Januar, 19 Uhr, im Haus Ungarn, Karl-Liebknecht-Straße 9, geben Mitglieder des Expertenteams gemeinsam mit Kuratoren des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums Einblicke in drei Ausstellungsmodule des künftigen Humboldt Forums.

Text: M. Wolf, Bilder: imago/Seeliger, SHF/ Architekt: Franco Stella mit FS HUF PG 

WEITERSAGEN