Ein Weltacker verbindet Berlin

In Blankenfelde entsteht ein Feld mit den 45 wichtigsten Ackerkulturen.

1,4 Milliarden Hektar Ackerland durch sieben Milliarden Menschen macht 2.000 Quadratmeter für jeden von uns. Alle Probleme und Chancen nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährung lassen sich auf dieser Fläche darstellen. Auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Marzahn hatte des Weltacker-Team von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft alle Ackerpflanzen dieser Welt im gleichen Verhältnis wie sie weltweit wachsen angebaut. In diesem Jahr nun zieht das Projekt um und wird im Botanischen Volkspark Blankenfelde seinen Weltacker bewirtschaften.

Wichtige Pflanzen

Vor allem Kindern und Jugendlichen, deren Gewohnheiten noch geprägt werden, sollen mit diesem Projekt bleibende Erlebnisse und eine handfeste Referenz für die eigene Ernährung geboten werden. Dafür wird das exakt 2.000 Quadratmeter große Feld proportional mit den 45 wichtigsten Ackerkulturen der Welt bepflanzt und ausgeschildert. Zehn Informations-Stationen beleuchten wichtige Aspekte nachhaltiger globaler Ernährung und Landwirtschaft. Auf dem „Flächenbuffet“ werden jeweils alle Zutaten für ein Gericht zusammen angebaut. Das zeigt den unterschiedlichen Flächenbedarf und die Herkunft verschiedener Gerichte. Es wird Events für Schulklassen und für die breite Öffentlichkeit internationale Partner-Felder geben. Die wichtigsten Botschaften: „Es ist genug für alle da!“

Viele Parzellen

Neben dem Weltacker in Pankow soll parallel etwas ganz Neues ausprobiert werden: „Wir bauen einen zweiten Weltacker an, dessen Parzellen zwischen einem und 290 Quadratmeter sich über die gesamte Stadt verteilen. Sie werden von ganz verschiedenen Vereinen, Initiativen, Organisationen und Institutionen auf ihrem Gelände oder auch nur Innenhof oder Balkon betreut und als Teil des großen Ganzen kenntlich gemacht“, heißt es in den Projektunterlagen des Teams. Auf diese Weise soll der „Berliner Weltacker-Club“ entstehen.

Ein Leitsystem vor Ort und im Netz zeigt alle Stätten des 2.000 Quadratmeter-Puzzles und den großen Weltacker. Es ist ein Verzeichnis spannender Projekte und Institutionen rund um gute, gesunde und nachhaltige Ernährung, Landwirtschaft und Bildung. Wenn sich alle Pläne erfüllen, werden sich Schulgärten, interkulturelle Gärten, Unis, Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen, Restaurants, Museen, Behörden und Unternehmen an dem Projekt beteiligen. Die Mitglieder des Berliner Weltacker-Clubs verpflichten sich, die Bildung, den Austausch und bei gemeinsamen Veranstaltungen die Debatte rund um ihr Thema zu pflegen.

Wichtiger Lernort

Mit dem Weltacker möchte die in Bochum beheimatete Zukunftsstiftung Landwirtschaft Nachhaltigkeitszielen und globalen Herausforderungen ein menschliches Maß geben, das es besonders Jugendlichen und Kindern ermöglicht, dazu ein persönliches Verhältnis zu entwickeln. Er steht als Lernort vielen Institutionen, Bildungseinrichtungen und Initiativen zur Verfügung und bemüht sich mit dem Weltacker-Club, diese auch miteinander in Verbindung zu bringen.

Text: Manfred Wolf, Bild: Die Auslöser Berlin 

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