Neue Pläne für die City West

Bauvorhaben für Areale rund um Zoo und Avus werden konkreter.

Bereits vor einigen Monaten wurde über die Hochhauspläne am Hardenbergplatz und die Zukunft des Zoo-Areals diskutiert (das Abendblatt berichtete). Nun werden die Pläne konkreter, gab die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bekannt.

Große Pläne

Auf der Brache hinter dem U- und S-Bahnhof Zoologischer Garten sollen demnach vorrangig Bürogebäude entstehen. Die Technische Universität Berlin (TU) möchte eigene Gebäude errichten lassen sowie in den geplanten Hochhausbau einziehen. Der Hardenbergplatz wiederum soll wieder attraktiver und sicherer für Fußgänger werden. Um das Umsteigen in die hier haltenden Busse und den Spaziergang rund um den Zoo zu erleichtern, werden die Parkplätze grundsätzlich verschwinden. Aus dem lange Zeit vom damaligen Investor geplanten Riesenrad unweit des BVG-Halteplatzes ist nun also ein Hochhaus geworden.

Neuer Eigentümer

Der heutige Eigentümer, das Münchener Immobilienunternehmen Reiß & Co., plant den Bau des Areals gemeinsam mit der TU, die schon lange auf neue Räumlichkeiten unweit des Hauptgebäudes hofft. Geplant sind unter anderem ein Mathematikgebäude sowie ein Interdisziplinäres Zentrum für Modellierung und Simulation. Auch die BVG zeigt sich mit den neuen Plänen einverstanden. Sie müsste zwar einen Teil ihres Grundstücks an Reiß & Co. abgeben, bekommt im Gegenzug aber auch einen Bereich des Riesenrad-Grundstückes. Auch eine Verlegung der Park-Anlage unter die Erde sei eine Möglichkeit, heißt es. Wann die Planungen aber tatsächlich umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt. Und auch einige Kilometer weiter westlich bewegt sich etwas.

Der Unternehmer Hamid Djadda hat die denkmalgeschützte Avus-Tribüne übernommen und will sie künftig sanieren. Bereits Ende März soll das Dach abgerissen und bis 2021 wieder aufgebaut werden – pünktlich zum 100. Geburtstag der Automobil-Verkehrs-und Übungs-Straße (im Volksmund eher bekannt als Avus). Das Besondere an dem alten Neubau: auf der Tribüne soll ein verglaster Raum für Feiern und Veranstaltungen entstehen. Für den freien Raum unter den Sitzreihen sind Büros geplant. Die weltbekannte Bühne wurde 1936 von Fritz Wilms und Walther Bettenstaedt errichtet und diente jahrelang als Zuschauertribüne für die damals stattfindenden Autorennen.

Unter Denkmalschutz

Seit 1998 ist es mit den Avus-Rennen vorbei und die Tribüne steht unter Denkmalschutz. Auch über ihre Nutzungsoptionen und eine mögliche Modernisierung wurde lange diskutiert. Weitere Projekte, die für dieses Jahr im Westen Berlins anstehen, sind der ZOB-Umbau, die Zukunft eines großen Parks am Westkreuz sowie die Baumaßnahmen des Internationalen Congress Centrums (ICC).

Text: Redaktion/Katja Reichgardt, Bild: imago/Schöning

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