Mit dem sicheren Gefühl im Gepäck

In einem gelungenen Urlaub sollte alles passen. Für den Fall, dass es doch mal hakt, kann vorgesorgt werden. Das Angebot an Reiseversicherungen ist groß. Aber nicht alle Optionen sind sinnvoll.

Ganz egal, wohin die Reise geht oder wie lang der Urlaub dauert: Über den Abschluss einer passenden Reiseversicherung sollte sich jeder Gedanken machen, der einen Urlaub plant. Reiseversicherungen schützen vor unnötigen Kosten und bieten zusätzliche Services. Doch nicht jede Police, die im Angebot ist, lohnt sich. Einige sind sogar überflüssig.

Spezielle Krankenversicherung

Zur wohl wichtigsten Option eines jeden Reiseversicherungspaketes zählt die Auslandsreisekrankenversicherung. Gesetzliche Krankenkassen erstatten anfallende Behandlungskosten nämlich nur bis zu einer bestimmten Höhe, und das auch nur für Reiseländer, die mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen haben – zum Beispiel alle EU-Länder. 

Oft helfen bereits Optionen
der heimischen Hausrats- und
Haftpflichtversicherung

Eine spezielle Reisepolice zahlt dagegen den kompletten Rücktransport nach Deutschland auch aus anderen Ländern, wenn dieser medizinisch notwendig ist. Die Auslandsreisekrankenversicherung kann für Reisezeiträume von sechs bis acht Wochen zu Tarifen ab acht bis 13 Euro abgeschlossen werden.

Bei Ausfall

Ebenso empfehlenswert ist der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung, die Stornokosten gegenüber dem Reiseveranstalter erstattet, wenn ernste Gründe den Reiseantritt verhindern. Ein Unfall, eine schwere Erkrankung des Versicherten, der Todesfall eines nahen Angehörigen oder der Verlust des Arbeitsplatzes gehören zu solchen Gründen.

Erhöhter Deckungsbeitrag

Über eine spezielle Autoversicherung sollte jeder Urlauber nachdenken, der im Ausland ein Auto mietet. Oft sind die Deckungssummen der normalen Kfz-Haftpflicht im Ausland viel zu gering bemessen. Im Schadensfall haftet dann der Urlauber für alle Mehrkosten mit seinem eigenen Geld. Eine spezielle Mietwagenversicherung – im Volksmund als „Mallorca-Police“ bekannt – sichert auch diese Schäden im Ausland in Millionenhöhe ab.

Auch bei Reiseversicherungen lohnt sich der Vergleich

Viele Reiseportale im Internet, aber auch Angebote in Reisebüros, bieten Urlaubern die Möglichkeit, eine Reiseversicherung gleich bei der Buchung per Kreuzchen oder Klick mit abzuschließen. Was praktisch aussieht, ist aber nicht immer optimal, wie eine Recherche der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr zeigte.

Es lohnt sich hingegen oft, Reisepolicen separat zu buchen. Sehr oft fehlen bei den inklusiven Bestellvorgängen jegliche Vergleichsmöglichkeiten und die Pakete beinhalten mitunter unnötige Paketbausteine, überteuerte Tarife und mangelhafte Leistungen. Ein Tipp der Stiftung Warentest lautet, nicht nur nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für die gewünschte Reise zu schauen, sondern auch die Relevanz und Gültigkeit der jeweils angebotenen Leistungen abzuwägen.

Wenig sinnvoll

Von dem Abschluss einer Reisegepäckversicherung raten Experten hingegen ab. Bei Einbrüchen in die Urlaubsunterkunft zahlt meist die Hausratversicherung. Außerdem ist die Nachweispflicht bei Erstattungen über die Reisegepäckversicherung oft sehr kompliziert. Auch der Abschluss einer Soforthilfe-Versicherung ist selten sinnvoll. Diese Leistungen sind durch andere Versicherungen oftmals bereits abgedeckt. Um zum Beispiel die Adresse der Deutschen Botschaft zu bekommen, wenn der Reisepass gestohlen wurde, hilft schließlich auch eine Anfrage bei der jeweiligen Hotelrezeption vor Ort.

Red.

WEITERSAGEN