Frischzellenkur für die Bunkerberge

Der Baumbestand wird naturnaher, einige Wege und Mauern sollen gesichert werden.

An den Bunkerbergen im Volkspark Friedrichshain muss einiges passieren, um für die Standsicherheit zu sorgen und eine möglichst naturnahe Entwicklung sicherzustellen. In diesen Tagen beginnen dort umfangreiche Arbeiten, die mehrere Jahre dauern werden.

Start am Nordhang

Los geht es am Nord- und Nordosthang des großen Bunkerbergs. Hier wird das Straßen- und Grünflächenamt mit einer ökologischen Umgestaltung beginnen – was so viel heißt, wie: es werden Bäume gefällt. Der Zustand und die Vegetationsentwicklung machen dies erforderlich. Vor allem tote Bäume werden entfernt, aber auch solche, die zu kippen drohen, und solche, die an diesem Ort eigentlich gar nicht wachsen sollten. Außerdem werden nach und nach einige Hanglagen stabilisiert und gesichert. Wie, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. In dieser Zeit kann es zur zeitweiligen Sperrung einzelner Bereiche kommen, um die Parkbesucher nicht zu gefährden.

Umfangreiches Konzept

Die Basis für all diese Arbeiten ist ein umfangreiches Schutz-, Pflege- und Entwicklungskonzept für den Volkspark, das im Jahr 2013 aufgestellt worden ist. Es sieht vor, dass die Entwicklung des Pflanzenbestandes gelenkt werden soll, und zwar in Richtung von waldartigen Eichen-Hainbuchenbeständen, Ahorn und Winterlinde. Dies wäre eine Mischung aus Bäumen, die im Gebiet heimisch sind. Im Zuge der Arbeiten sollen auch einige Wege neu gestaltet und Mauern saniert werden – stets unter Beachtung des Denkmalschutzes.

Die Bunkerberge bestehen überwiegend aus den Trümmern eines Flakturms und eines Feuerleitturms. Sie sollten im Jahr 1946 durch die Rote Armee gesprengt werden, jedoch misslang das Unterfangen. Deshalb wurden enorme Mengen an Schutt herangeschafft und um die Überreste herum angehäuft.

Text: Redaktion/Bild: Stefan Bartylla

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