Mehr Schwimmhallen für mehr Unterricht

Der Bezirk braucht Ausweitung der Hallenzeiten für die notwendigen Kurse

Nachdem fast ein Jahr lang die Schwimmhalle im Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide außer Betrieb war, gab es in dieser Zeit für knapp 500 Schüler aus Treptow-Köpenicks auch keinen ordnungsgemäßen Schwimmunterricht.

Die Politik muss jetzt handlen

Bezirksstadträtin Cornelia Flader (CDU) hatte sich bereits im Herbst 2017 an die Schulsenatorin Scheeres und den Sportsenator Geisel (beide SPD) gewandt, um den Bau einer neuen Schwimmhalle einzufordern, damit solche Engpässe in Zukunft nicht mehr auftreten. Staatssekretär Christian Gaebler antwortete schließlich auf das Schreiben und teilte mit, dass der Senat nun prüfen wolle, ob „eine Verdichtung oder Kontrolle der Auslastung bei den Schulen“ möglich sei „und ob weitere Nutzungszeiten durch eine Ausweitung der Öffnungszeiten geschaffen werden können“. Dazu solle auch die Winternutzung von Freibädern durch den Einsatz von darüber gebauten Traglufthallen ermöglicht werden.

Gewünschter Neubau könnte erst in vielen Jahren kommen

 

„Eigentlich eine tolle Idee“, meint auch Stradträtin Flader, allerdings nütze das dem Bezirk Treptow-Köpenick höchstens indirekt, weil es für diese Maßnahme keine geeigneten Freibäder gäbe. Hoffnungen auf einen raschen Schwimmbad-Neubau dämpft Gaeblers Schreiben allerdings generell. Nach der Realisierung jeweils eines Bades in Mariendorf und Pankow plane der Senat den Bau von weiteren vier Bädern erst nach dem Jahr 2025: „Ein Standort könnte dabei auch im Bezirk Treptow-Köpenick sein“, so Christian Gaebler.

Der Bedarf für Schwimmstunden steigt

„Die Vertröstung bis nach 2025 hilft uns nicht weiter“, meint Cornelia Flader. Allein im nächsten Schuljahr werde man voraussichtlich sieben zusätzliche Schwimmklassen zu versorgen haben und bereits in diesem Schuljahr hätten in Treptow-Köpenick 90 Schulklassen der dritten Jahrgangsstufe ihren ersten Schwimmunterricht absolvieren müssen. „Unsere vorsichtige Schätzung geht bereits für das Schuljahr 2022/23 von 105 Schulklassen aus und darüber hinaus benötigen wir Schwimmhallenkapazitäten auch für die gymnasiale Oberstufe“, so die Prognosen der Stadträtin. „Ich bleibe dabei, dass Treptow-Köpenick eine weitere Schwimmhalle perspektivisch benötigt. Bis die allerdings gebaut ist, müssen die Kapazitäten in den bestehenden Bädern ausgeweitet und deutlich intelligenter genutzt werden. Es ist zum Beispiel überhaupt nicht einzusehen, dass Reinigungs- und Wartungsarbeiten am Mittwoch und Donnerstag in der Schulzeit stattfinden“, erläutert Flader. Die Halle am Baumschulenweg sei hingegen an den gesamten Wochenenden geschlossen, obwohl Vereine und Öffentlichkeit das Bad nutzen und dafür zur Schulzeit Platz machen könnten.

Forderungen bleiebn uim Raum

„Die Zeit drängt. Berlin wächst und unser Bezirk besonders. Erst nach 2025 über weitere Schwimmbäder in Treptow-Köpenick nachzudenken, wird nicht ausreichen“, so Fladers Fazit. Gerade in einem so wasserreichen Bezirk wie Treptow-Köpenick sei es wichtig, dass alle Kinder so früh wie möglich richtig Schwimmen lernen, so die Forderung der Bezirksstadträtin, die in dieser Angelegenheit mit ihren Forderungen in Zukunft nicht zurückstecken will

 

Text: Stefan Bartylla, Bild: imago/Joker/PetraxSteuer

 

WEITERSAGEN