Bäume fallen in der Stahlheimer

Große Verluste fürs Stadtgrün beim Umbau der Straße.

Seit 2013 ist interessierten Anwohnern bekannt, dass es im Zuge der Umgestaltung der Pappelallee auch in der Stahlheimer Straße zu Baumfällungen kommen wird.

Letzter Bauabschnitt

Nun ist es so weit. Wie das Bezirksamt mitteilt, würden in Vorbereitung des letzten Bauabschnittes auf der Stahlheimer Straße in Prenzlauer Berg seit 9. Februar 24 Straßenbäume gefällt. „Im zweiten Quartal dieses Jahres werden die Arbeiten im letzten Bauabschnitt zwischen der Erich-Weinert-Straße und der Wisbyer Straße beginnen. Die Arbeiten sollen Ende 2019 abgeschlossen sein.“ Begründet werden die Baumfällungen unter anderem damit, dass für einen neuen Fahrradstreifen der Gehweg zum Erhalt von Parkplätzen umgestaltet werden muss. Danach würden 22 Bäume neu gepflanzt.

Scharfe Kritik

Unter dem Titel „Anwohner entsetzt“ bekam das Berliner Abendblatt jetzt ein Schreiben, in dem Betroffene die Baumfällungen heftig kritisieren. So heißt es unter anderem: „Zwei alte, schöne Baumreihen, die die Stahlheimer Straße im Prenzlauer Berg säumen, sollen fallen. So will es das Bezirksamt, das hiermit den dritten und letzten Bauabschnitt einer im Jahr 2014 beschlossenen Umgestaltungsmaßnahme einläutet. Letztere soll sowohl der Schaffung eines Fahrradstreifens auf der Fahrbahn, als auch dem Ersatz von Stellflächen für Pkw dienen. Dass hierfür die 24 Bäume ihr Leben lassen sollen, erscheint kaum nachvollziehbar, lassen sich die genannten Flächen doch auch neben beziehungsweise zwischen den wertvollen Bäumen einrichten.

Vollendeter Bauabschnitt

Der drohende Verlust von Lebens- und Aufenthaltsqualität wäre hoch, der ökologische Schaden immens: Die geplanten Neupflanzungen würden ihre Wirkung wohl erst in mehreren Jahrzehnten entfalten. Bis dahin droht eine steinwüste Aussicht, die bereits jetzt im vollendeten zweiten Bauabschnitt, der Pappelallee, ertragen werden muss.“ Das Berliner Abendblatt wird das Schreiben an Bezirksbürgermeister Benn weiterleiten.

Übrigens: Der Abschnitt von der Wichertstraße bis zur Wisbyer Straße wird aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz mit rund 1,7 Millionen Euro finanziert.

Text: Manfred Wolf, Bild: imago / Seeliger

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