Schon wieder Tier im Streichelzoo geschlachtet – Festnahme

Polizei stellt zwei Männer mit blutigem Messer und Ziegenbein.

Schon wieder ist im Tierpark in der Hasenheide Neukölln ein Tier von Einbrechern geschlachtet worden. Im Gegensatz zum letzten Fall sind dieses Mal aber Verdächtige gestellt worden – samt blutigem Messer und Bein der Ziege.

Zeuge hörte Tierlaute

Die Festnahme der beiden verdächtigen Männer erfolgte am Sonntag gegen 22 Uhr. Ein Zeuge hatte verdächtige Tierlaute gehört und informierte umgehend die Polizei. Diese bestätigte auf Anfrage, dass sie die beiden Verdächtigen bei der Flucht erwischte – genauer noch beim Verlassen des Tiergeheges. Einer der Verdächtigen hatte ein blutiges Messer dabei. Die Polizisten fanden außerdem bei einer Durchsuchung in einem Rucksack das Bein der getöteten Angora-Ziege und blutverschmierte Handschuhe. Nach Informationen der Polizei wurde dem Tier die Kehle durchgeschnitten und ein Bein abgetrennt.

Zum zweiten Mal

Erst Ende Januar war es zu einem ähnlichen Fall gekommen. Die Schafe Emma und Rose wurden aus dem Gehege entführt. In einem Gebüsch haben sie Rose die Kehle durchgeschnitten und sie ausgeweidet – fachmännisch, wie es heißt. Die Täter ließen nur das zurück, was als Lebensmittel nicht verwertbar war. Rose war zu dieser Zeit trächtig, der Tierpark hatte sich auf den Nachwuchs gefreut. Das zweite entführte Schaf, Emma, fanden die Mitarbeiter am nächsten Tag unverletzt, aber offenbar unter Schock, neben dem Gebüsch, in dem Rose geschlachtet worden war.

Ob die beiden Männer, die jetzt festgenommen wurden, für beide Taten verantwortlich sind, ist noch unklar. Die Polizei jedenfalls prüft, ob dies der Fall ist.

Gegen die beiden Tatverdächtigen, beide rumänischer Abstammung und ohne festen Wohnsitz, wurde inzwischen ein Haftbefehl erlassen. Ermittelt wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und besonders schweren Diebstahls.

Update: In einer früheren Fassung hieß es, es habe sich um ein Schaf gehandelt. Die Polizei hat diese Angabe inzwischen korrigiert. Auch die Information, dass Haftbefehl ergangen ist, wurde hinzugefügt.

Text: Redaktion, Bild: Thinkstock/iStock/Heiko Küverling

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