20 Millionen für das neue Dienstgebäude

Am HWR-Campus soll auch ein neues Studentenwohnheim entstehen.

Das Lichtenberger Bezirksamt hat jetzt der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) die Fortschreibung der Investitionsplanung bis zum Jahr 2021 vorgelegt. Die Schwerpunkte für die Investitionen widmen sich dem Ausbau von Kitas, Grünflächen im Bezirk und der Erhaltung bestehender sowie die Schaffung neuer Sport- und Spielplätze. Insgesamt werden über 13 Millionen Euro in Maßnahmen investiert, die Lichtenberg als familienfreundlichen und gut nachbarschaftlichen Bezirk weiter etablieren sollen. Aus der Investitionsplanung fließen allein fast 3,5 Millionen Euro in den Erhalt und die Schaffung neuer Kitaplätze. Weiteres Geld soll beispielsweise für die Neugestaltung des Spielplatzes Falkenberg und in der Biesenbrower Straße sowie in die barrierearme Gestaltung des Fennpfuhlparks und des Lichtenberger Stadtparkes fließen.

Die geplanten Maßnahmen

Besondere Priorität hat neben dem Kita-Ausbau der Neubau des seit Jahren geforderten Karlshorster Sportplatzes. „Kitaplätze sind kein bloßer politischer Wunsch, sondern ein echter Rechtsanspruch. Der Sportplatz in Karlshorst ist seit vielen Jahren für viele Bürger ein weiteres wichtiges Anliegen. Deshalb freue ich mich, dass wir ihn nun in die Investitionsplanung aufnehmen konnten“, erläutert Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) die wichtigsten Punkte der Planungen.

Mit Sonderzuwendung wird das neue Bürogebäude finanziert

Darüber hinaus ist es dem Bezirksamt in diesem Jahr wieder gelungen, Geld aus dem Förderprogramm „Sonderprogramm Infrastruktur für wachsende Stadt und Nachhaltigkeit“ (SIWANA) einzuwerben. Mit diesem Geld soll nun ein neues Bürodienstgebäude am Standort Alt-Friedrichsfelde 60 entstehen. „Wir bauen das neue Dienstgebäude unter der Voraussetzung, dass gleich nebenan, wo sich heute noch das Gesundheitsamt befindet, zukünftig studentisches Wohnen mit Kindergarten entsteht“, erläuterte Michael Grunst diesen Plan und ergänzte: „Das macht Lichtenberg als Hochschulstandort und das Bezirksamt als Arbeitgeber noch attraktiver“.

Standort hinter dem HWR-Campus

Der genaue Standort des neu zu bauenden Gebäudes befindet sich hinter dem HWR-Campus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Tierpark. Derzeit steht hier ein stark sanierungsbedürftiges , weitläufiges Gebäude, in dem auch Abteilungen des Lichtenberger Gesundheitsamtes untergebracht sind. Für den Abriss und den Neubau des Bürogebäudes erhält der Bezirk aus dem SIWANA-Topf rund 20,5 Millionen Euro Während alle anderen Bezirke vom Senat pauschal sechs Millionen Euro aus dem zugewiesen bekommen haben, entschieden sich neben Lichtenberg auch Pankow, Spandau und Marzahn-Hellersdorf dafür, Investitionsprojekte zur Instandhaltung und Ausbau der Verwaltungsgebäude zu nennen. Nur so waren die vergleichsweise viel höheren Zuwendungen vom Senat möglich.

Mehr Personal braucht mehr Platz

„Wir werden in den kommenden Jahren mehr Personal einstellen müssen, um auch den steigenden Bedarfen des Bezirkes verwaltungstechnisch gewachsen zu sein“, erläuterte Michael Grunst die Strategie des Bezirkes zur Mittelbeschaffung für den Verwaltungsbau. Darüber hinaus habe auch die HWR am Standort großes Interesse an dieser Lösung, die im Flächentausch den Bau eines Studentenwohnheimes in Canmpusnähe ermögliche.

Lichtenberg ist wichtiger Berliner Hochaschulstandort

„Wir dürfen nicht vergessen: Lichtenberg gewinnt auch als Hochschulstandort mit HWR, HTW und den kirchlichen Hochschulen immer mehr an Bedeutung. Dazu müssen wir auch studentisches Wohnen verstärkt ermöglichen“, so der Bürgermeister.

Text: Redaktion/Stefan Bartylla, Bild: Stefan Bartylla

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