Spreeradweg wird umgebaut

Bezirksamt informiert über Instandsetzungsmaßnahmen.

Der Radverkehr soll künftig in Berlin einen höheren Stellenwert bekommen. Dazu gehört auch der Ausbau des beliebten Spreeradweges, insbesondere die Instandsetzung des Teilabschnitts zwischen Paulstraße und der Bezirksgrenze zu Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Planung wurde mit der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr erstellt und wird mit Mitteln des Programms „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Bereits kurz nach Bekanntgabe der Maßnahmen wurde Kritik laut: an den Baumfällungen, die im Dezember stattfanden. Die Anwohner befürchten, dass die ruhigen Grünanlagen bald „Asphaltpisten“ weichen müssen. Das Bezirksamt reagierte prompt und versucht, den Kiez-Bewohnern die Angst zu nehmen: „Die Grünanlagen am Spreeufer bleiben bestehen. Die Maßnahme betrifft im Wesentlichen den bereits heute vorhandenen Uferweg, der für die Nutzung als überregionaler Fahrradweg und als sicherer Fußweg für eine ganzjährige Nutzung hergerichtet werden soll.“

Eine Instandsetzung sei aber unumgänglich, um die vielen Schäden an dem Weg zu beseitigen. „Der derzeit vorhandene Weg weist zum Teil bereits erhebliche Schäden auf. Die großen Pfützen nach Regenfällen und die dadurch schlechte Nutzbarkeit des Weges für Fußgänger und alle Radfahrenden wurden wiederholt beklagt. Die Instandsetzung wird diesen Zustand deutlich verbessern“, so die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen Sabine Weißler. Der heute zwei bis vier Meter breite Weg wird auf der gesamten Länge auf insgesamt vier Meter verbreitert. Um das zu gewährleisten, müssen neben den Baumfällungen auch Untersuchungen an der Uferwand durchgeführt werden.

Grün erhalten

Derweil kämpft eine Anwohnerinitiative um den Erhalt des jetzigen Radweges im Sinne einer beruhigten Grünanlage. Auch darauf reagiert Sabine Weißler: „Gemeinsames Ziel der Behörden ist es, einen sicheren Weg zu bauen und die Belastungen für die Erholungssuchenden der Grünanlage so gering wie möglich zu halten.“ In den kommenden Wochen wollen der Bezirk und die Senatsverwaltung beraten, was die nächsten Schritte für einen noch fahrradfreundlicheren Spreeweg sein werden.

Text: Redaktion, Bild: imago/Christian Ditsch 

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