Neue Markthalle Tegel lockt mit Tradition

Rohbau für Tegel-Center soll bis Ende November stehen.

Beim Neubau des Tegel Centers geht es voran. Ab Mitte April soll die Fassade der neuen Karstadt-Filiale montiert werden. Anschließend wird die Fassade des Mall-Bereiches Gorki-/Buddestraße bis zum Hochhaus montiert. Die Baugrube für die Errichtung eines neuen Gebäudeteils sowie Erweiterungen der Bauteile südlich der Gorkistraße wird nach Angaben der HGHI Holding bis Mitte Juni erbracht, der Rohbau entlang der Gorkistraße soll bis Ende November stehen. Die neue Brücke zwischen den Bauteilen Tegel Quartier Nord und Süd soll laut dem aktuellen Zeitplan im kommenden Oktober eingehängt werden. Durch die Aufstockung des Tegel Centers sowie des ehemaligen Hertie-Hauses wird eine Vergrößerung der Handels- und Büroflächen angestrebt.

Zeitgemäße Fußgängerzone

Ziel sei es, eine große Vielfalt an Einzelhandelsflächen aus Mode, Gastronomie, Elektronik und Dienstleistungen zu bieten, so die HGHI Holding. Dabei werde besonderes Augenmerk auf einen interessanten und international aufgestellten Mietermix gelegt. Insgesamt sieht der Bauplan eine Erweiterung der Verkaufsfläche von circa 30.000 auf etwa 50.000 Quadratmeter vor. Am Ende, so die Vorstellung der HGHI, soll an dem traditionsreichen Standort in der Gorkistraße eine „zeitgemäße Fußgängerzone“ mit rund 100 Geschäften entstehen. Die Eröffnung ist für das Jahr 2019 geplant.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Integrierung der Markthalle Tegel, die im Jahr 1908 zum ersten Mal eröffnet wurde. Dieser Tage wurden dazu erste Entwürfe bekannt. Eine Visualisierung zeigt einen luftig gestalteten Innenbereich, der im Gegensatz zur vorherigen Gestaltung stark an das klassische Markthallen-Design des späten 19. Jahrhunderts angelehnt sein wird.

Magnet des Nordens

Der Bezirksverordnete Felix Schönebeck ist sicher, dass das neue Tegel Center und die neu gestaltete Markthalle zu einem wichtigen Anziehungspunkt für den gesamten Berliner Norden werden. „Die Markthalle war schon immer ein Magnet über Tegel hinaus, hier war stets mehr los als in der Umgebung“, sagt der CDU-Politiker, der unter anderem dem Bauausschuss angehört. Viele ältere Anwohner hätten dort ihr Leben lang eingekauft. Wegen des besseren Sortiments in der Markthalle habe das Tegel Center gegenüber anderen Shopping-Malls einen klaren Mehrwert geboten. Auch wenn sich bei der Gestaltung noch einiges im Vagen bewegt, ist Schönebeck zuversichtlich, dass dies auch künftig so sein wird. 41 Verkaufsstände soll die Markthalle künftig haben.Vorgesehen sind zwei Zugänge über die Grußdorfstraße und die Buddestraße. „Das schafft eine gute Durchgangssituation“, sagt Schönebeck.

Text: Nils Michaelis, Grafik: HGHI Holding GmbH

 

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