Botanischer Garten: Die Riesenseerose ist wieder da

Die Wiederbepflanzung des Victoriahauses ist angelaufen.

Nach zwölf Jahren bekommt die Hauptstadt die beliebte Riesenseerose Victoria zurück. Die aufwendige Wiederbepflanzung des grundsanierten Victoriahauses im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin (Königin-Luise-Straße 6-8) hat begonnen. Darüber informiert die Leitung des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums Berlin.

Die namensgebende Riesenseerose Victoria und Hunderte weitere tropische Sumpf- und Wasserpflanzen waren zuletzt 2006 in Berlin zu sehen. Das über 100 Jahre alte Victoriahaus ist ein wertvolles Baudenkmal und eines der bedeutendsten Schaugewächshäuser des Berliner Botanischen Gartens. 2013 begann die denkmalschutzgerechte und energetische Grundsanierung des Gewächshauses, das aus baulichen Gründen seit dem Jahr 2006 geschlossen war.

Ein Meilenstein

„Mit der Pflanzung der Victoria-Keimlinge wird ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Wiedereröffnung erreicht“, heißt es nunmehr in einer Mitteilung. Im Juni 2018 wird das Victoriahaus für die Besucher feierlich wiedereröffnet. Dann ist eine der weltweit wichtigsten Wasserpflanzen-Sammlungen wieder öffentlich zu besuchen, wird mitgeteilt.

Die tropische Riesenseerose Victoria aus Südamerika gehörte mit ihren bis 30 Zentimeter großen Blüten und bis zu zwei Meter großen Schwimmblättern einst zu den Höhepunkten eines Besuchs im Botanischen Garten. Ihre Schwimmblätter können Babys und Kinder tragen, ohne unterzugehen. Es werden künftig wieder die beiden Arten Victoria amazonica und Victoria cruziana kultiviert, die in wenigen Monaten von einem erbsengroßen Samen zu spektakulären und riesigen Schwimmblattpflanzen heranwachsen. Ein Mangrovenbereich wird ebenso in dem Gewächshaus gezeigt.

Ein neues Besucherinformationssystem vermittelt zudem Spannendes über das Leben von Wasserpflanzen. Im Untergeschoss des Victoriahauses befinden sich 50 Aquarien und Paludarien, darunter 19 Schaubecken, welche beispielsweise ein Korallenriff zeigen.

Text: Red, Bild: I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

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