Ärger mit Wildschweinen am Stadtrand

Umgewühlte Gärten sorgen für Unmut / CDU-Abgeordneter attackiert Rot-Rot-Grün.

Ob in Zehlendorf, Köpenick, Spandau  oder Reinickendorf: In vielen waldnahen Gebieten am Stadtrand mehren sich Beschwerden über Schäden durch Wildschweine. Mehr als 100 Besucher zählte eine Veranstaltung zu diesem Thema, zu welcher der Abgeordnete Stephan Schmidt (CDU) kürzlich in Konradshöhe eingeladen hatte.

Im Mittelpunkt standen die Probleme, welche Anwohner mit der aktuell hohen Schwarzwildpopulation haben. Regelmäßige Klagen reichten von Begegnungen auf den Straßen vor den Grundstücken bis hin zu umgewühlten Gärten, berichtet Schmidt.

Abstand halten

Der Revierförster für den Tegeler See, Frank Mosch, Tierärztin Jeanette Koepsel und Jäger Jürgen Rosinsky bestätigten den hohen Stand der Zahl der Wildschweine in Reinickendorf. Eine akute Gefährdung sei aber nicht gegeben, wenn man sich bei Begegnungen mit Wildtieren ruhig verhalte. Gerade Wildschweine seien an den Menschen gewöhnt und suchten teilweise sogar die Nähe zu dessen Siedlungen. Trotzdem sei Vorsicht geboten und man solle immer auf Abstand bleiben. Eines der größten Probleme sahen die Fachleute im verbotenen Füttern der Wildschweine, was einige uneinsichtige Zeitgenossen aus falsch verstandener Tierliebe jedoch trotzdem täten.

Zahl begrenzen

Schmidt kritisiert die Ablehnung eines Antrages der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus durch die rot-rot-grüne Senatskoalition, der eine aktive Begrenzung der Zahl der Wildschweine in der Hauptstadt forderte. Schmidt: „Es mag für Politiker aus der Innenstadt unverständlich sein, hier bei uns in den Außenbezirken kommt es aber immer wieder zu auch gefährlichen Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Ich hoffe, dass sich hier doch noch
entsprechende Einsichten ergeben. Zumindest konnten wir die Menschen beruhigen, dass es keine
Gefährdungen für Menschen und Haustiere durch die Schweinepest gibt.”

Text: red/nm, Bild:Thinkstock/iStock/Neil Burton

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