Harte Zeiten für Berliner Casinos

Welche Konsequenzen das Spielhallengesetz in Berlin hat.

Die Betreiber der Spielhallen in ganz Europa nutzen den Fakt aus, dass sich diese Branche in einer rechtlichen Grauzone befindet und derzeit werden fast alle größeren europäischen Städte mit Spielhallen regelrecht überflutet. Die Situation in der deutschen Hauptstadt ist nicht anders. Ende 2010 waren mehr als 550 Spielhallen in Berlin registriert und die Spielsucht entwickelte sich immer mehr zu einem großen Problem.

Besonders die jüngeren Generationen waren davon betroffen, denn das große Geld ruft und diesem Ruf konnte man nur schwer widerstehen. Zum Glück erkannte man in Berlin ziemlich schnell den Ernst der Lage und so trat 2011 das neue Spielhallengesetz in Kraft. Seitdem wurden mehr als 70 Spielhallen in Berlin geschlossen und die Initiatoren hoffen, dass diese Zahl in der Zukunft noch deutlich steigen wird und dass am Ende lediglich 200 bis 250 Spielhallen in Berlin existieren werden.

Was besagt das Gesetz und welche Casinos müssen dichtmachen?

Die Betreiber der Spielhallen sind vom neuen Gesetz natürlich nicht begeistert und sie wehren sich gegen die Schließung mit allen möglichen Mitteln. Fast alle gehen vor Gericht und versuchen gegen die Schließung ihrer Hallen zu klagen. Laut dem SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz zögern sie dadurch aber nur das Unausweichliche hinaus und früher oder später werden sie ihre Hallen schließen müssen.

Unter anderem besagt das neue Gesetz, dass die Spielhallen einen Mindestabstand von 200 Metern zu Oberschulen einhalten müssen und dass sie mindestens 500 Meter voneinander entfernt liegen sollen. Die Betreiber hatten bis zum letzten Jahr Zeit, diese Regulierungen zu erfüllen und im Falle eines Verstoßes drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu 500.000 Euro. Deshalb wundert es nicht, dass die Betreiber aufgebracht sind. Die Behörden führen ständig Kontrollen durch und allein im letzten Jahr wurden mehr als 30 Spielhallen geschlossen. Anträge für neue Spielhallen werden nur selten oder gar nicht genehmigt.

Wird das neue Gesetz die Online Casinos beeinflussen?

Die Spieler die ihr Glück im Internet auf die Probe stellen, müssen sich aber noch immer keine Sorgen machen, denn die Online Casinos sind vom neuen Spielhallengesetz nicht betroffen. Alle Casinos die eine europäische oder die Spiellizenz von Schleswig-Holstein vorweisen können, dürfen daher ihre Dienste den deutschen Kunden noch immer anbieten. Hier finden Sie die seriösesten Glücksspielanbieter im Vergleich und können so das beste Angebot für sich wählen. Die meisten von ihnen bieten verführerische Willkommensangebote für die Neukunden an. Denn es gibt kaum ein besseres Werbemittel als Geld, das man geschenkt bekommt. Allerdings muss man dabei sehr vorsichtig sein: Viele Anbieter locken mit unseriösen Angeboten. Umso wichtiger ist es, die Angebote zu vergleichen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

Immer mehr Spielautomaten in den Kneipen

Alle die das neue Spielhallengesetz kritisieren, warnen, dass man auf diese Weise das Problem nicht endgültig lösen, sondern dass man es nur in die Kneipen und andere Gastronomiebetriebe verlagern wird. Tatsächlich liegen die Kritiker dabei nicht gerade falsch, denn immer mehr Gastronomiebetriebe erweitern ihr Mobiliar mit Spielautomaten und versuchen so ihren Umsatz zu erhöhen. Den Besitzern zufolge sind sie von diesen Geräten abhängig. Mit dem Essen und Trinken kann meist nicht viel erwirtschaftet werden und auf diese Weise könnten sie wenigstens die Kosten für die Miete und den Strom decken.

Durch die Verschärfung des neuen Gesetzes in 2016 werden aber auch die Gastronomiebetriebe, die überwiegend mit solchen Geräten ihr Geld verdienen, genauso wie Spielhallen behandelt. Das Gesetz besagt, dass sie maximal zwei Spielautomaten haben dürfen und im Falle eines Verstoßes drohen nicht nur Geldstrafen, sondern auch die Beschlagnahmung des Spielautomatens. Die Verschärfung des neuen Gesetzes regelt auch den Status der Wettbüros, von denen es derzeit mehr als 300 in Berlin gibt. Jetzt werden diese genauso wie die Spielhallen behandelt. Das heißt, sie müssen die selben Regulierungen erfüllen, da sie ansonsten mit hohen Geldstrafen rechnen können (bis zu 500.000 Euro).

Berlin ist auf einem guten Weg

Dem Senat zufolge ist die Anzahl der Spielhallen in Berlin in den letzten Jahren deutlich gesunken. Zur Zeit des Höchstands gab es mehr als 550 Spielhallen in der deutschen Hauptstadt und diese Zahl bewegt sich heute um die 500. Die Spielsucht kann man natürlich nicht komplett ausrotten, aber durch das neue Gesetz schafften die Berliner den Vormarsch dieser Branche zu stoppen und dies war vermutlich auch das wichtigste Ziel dieses Gesetzes.

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