Spandau braucht mehr Platz für Läden

 Nahversorgungszentrum auf Insel Gartenfeld vorgeschlagen / Bevölkerung wächst um 15 Prozent.

Der Bezirk Spandau wächst. Und in einigen Ortsteilen sogar richtig kräftig. Allein die Ortsteile Haselhorst und Siemensstadt werden in sieben Jahren 56 Prozent mehr Einwohner haben als derzeit. Im gesamten Bezirk wächst die Bevölkerung um 15 Prozent auf etwa 275.000 Einwohner steigen. Das geht aus Daten des Berliner Wohnbauflächen-Informationssystems (WoFIS) hervor.

In einigen Kiezen könnten bald die Einkaufsmöglichkeiten knapp werden, so die Unternehmens- und Kommunalberatungsgesellschaft Dr. Lademann & Partner. Diese empfiehlt unter anderem, auf der Insel Gartenfeld ein neues Nahversorgungszentrum zu planen. Die Belgienhalle könnte zur Markthalle umgebaut werden, so die Experten. Im ebenfalls kräftig boomenden Ortsteil Hakenfelde würde es demnach genügen, bereits ansässige Geschäfte zu erweitern.

Einkaufsverkehr vermeiden

„Der Bedarf ist da, derzeit gibt es dort so gut wie keine Einkaufsmöglichkeit“, sagt Ina Bittroff (SPD), die Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, zu den Vorschlägen für die Insel Gartenfeld. „In den nächsten Jahren entstehen dort Tausende neue Wohnungen. Um zu verhindern, dass der Autoverkehr zunimmt, müssen sich die neuen Bewohner vor Ort mit Lebensmitteln versorgen können.”

Zurückhaltender äußert sich der für etwaige Planungen zuständige Baustadtrat Frank Bewig. Grundsätzlich halte der Bezirk wegen des Wohnungsbaus und der Bevölkerungswachstums auf der Insel Gartenfeld Entwicklung der Insel Gartenfeld eine Verkaufsfläche von rund 7.000 Quadratmeter und damit die Nutzung von Teilen der Belgienhalle als Markthalle für denkbar, lässt er wissen. Eine Festlegung müssen jedoch erst im weiteren Verfahren getroffen werden.

Kaum Erweiterungen

„Ansonsten sind in den weiteren Bezirksregionen nur marginale Erweiterungen denkbar“, so der CDU-Politiker. „Einzig im Bereich Heerstraße/Nennhauser Damm soll ein Nahversorgungszentrum ausgewiesen werden, wo bislang nur Einzelhandelsflächen in sogenannter Streulage vorhanden waren.“ Eine erhebliche Erweiterung der Verkaufsfläche sei damit nicht verbunden.

Derzeit gibt es in Spandau 908 Einzelhandelsbetriebe mit rund 334.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. In den Bereichen Haselhorst und Wilhelmstadt erreicht die Verkaufsfläche in der Nahversorgung mit 560 und 640 Quadratmetern pro 1.000 Einwohner den höchsten Wert. Am geringsten fällt dieser im Falkenhagener Feld (270) und Brunsbütteler Damm (320) aus, heißt es in dem Zentren- und Einzelhandelskonzept von Lademann & Partner.

Text: Nils Michaelis, Bild: Stefan Bartylla

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