Frisches Geld für marode Spandauer Sportstätten

Senat genehmigt fünf Projekte im Bezirk / Sanierungsstau beträgt mehrere Millionen.

Gute Nachrichten für Sportvereine und Schulklassen im Bezirk. In diesem Jahr werden die Sportanlage Staaken-West, das Gebäude am Stadion Hakenfelde, der Sportpark Staaken sowie das Wassersportheim Gatow erneuert. Möglich wird dies durch das Sportstättensanierungsprogramm des Senats. Für die Arbeiten stehen insgesamt rund 1,28 Millionen Euro bereit.

Neues Ufer

Der Bezirk Spandau hatte neun Projekte bei der Senatsinnenverwaltung beantragt. Davon wurden fünf genehmigt. Etwa 410.000 Euro sind für den zweiten Bauabschnitt der Sanierung des „Sportfunktionsgebäudes“ auf der Sportanlage Staaken-West eingeplant. Für rund 350.000 Euro wird der Kunstrasenplatz am Brunsbüttler Damm saniert. Am Wassersportheim Gatow wird unter anderem die Uferbefestigung erneuert (130.000 Euro). Etwa 183.000 Euro fließen in den ersten Bauabschnitt der Sanierung des Sportheims am Stadion Hakenfelde. Für den Anbau eines Umkleidegebäudes am Sportpark Staaken sind 100.000 Euro eingeplant.

Berlinweit können in diesem Jahr insgesamt 46 Sportanlagen saniert werden. Für die Instandsetzung von Plätzen, Hallen und Funktionsgebäuden – insgesamt 57 Einzelprojekten – stehen rund 18 Millionen Euro aus dem Senatsprogramm zur Verfügung. Um jedoch alle öffentlichen Sportanlagen bis 2022 in einen akzeptablen Zustand zu bringen, bräuchten die Bezirke das Zehnfache – insgesamt knapp 190 Millionen Euro. Diese Summe sei notwendig, um den Sanierungsbedarf nicht noch weiter anwachsen zu lassen, so Sportsenator Andreas Geisel (SPD) in einem Bericht an den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses. Vor zwei Jahren betrug der Etat des Förderprogramms demnach etwa 13,5 Millionen Euro. Ende 2015 hatte der Hauptausschuss beschlossen, die Mittel um 4,5 Millionen Euro, auf aktuell 18 Millionen Euro zu erhöhen.

Höherer Bedarf

Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank geht davon aus, dass der tatsächliche Bedarf an Mitteln in Spandau weitaus höher ist. Eine genaue Bestandsaufnahme hierzu würde aber noch ausstehen, so der SPD-Politiker. Die CDU-Fraktion hatte im Januar beim Bezirksamt angefragt, welche Mittel des Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Errichtung eines Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA) für das Jahr 2018 und 2019 unter anderem für den Bereich Sport beantragt worden sind. Demnach seien nicht nur für die eingangs genannten Sportanlagen, sondern auch für die Sanierung der Robert-von-Siemens-Hall (insgesamt 3,5 Millionen Euro) und Mittel zur Sanierung der Rundlaufbahn im Helmut-Schleusener-Stadion (rund 450.000 Euro) beantragt worden. Insgesamt summierten sich die angefragten Mittel auf rund 9,75 Millionen Euro, so Fraktionschef Arndt Meißner. Bezogen auf Spandau werden in dem Senatsbericht für die Jahre 2019 bis 2022 „genehmigungsfähige“ Sanierungskosten von etwa 8,17 Millionen Euro genannt.

Für 2018 hatten die Bezirke insgesamt 66 einzelne Sanierungsprojekte mit einer Summe von 20 Millionen Euro angemeldet. Weil das Budget damit um zwei Millionen Euro überzogen worden ist, konnten nur 57 Bauvorhaben berücksichtigt werden. Der Bezirk Reinickendorf hat mit drei Sportplätzen, drei Sportplatzgebäuden, zwei Sporthallen und einer Sondersportanlage die meisten Projekte beantragt und genehmigt bekommen.

Text: Nils Michaelis, Bild:Thinkstock/iStock/Wavebreakmedia Ltd.

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