Charité und TU forschen gemeinsam

Bau für den „Simulierten Menschen“ bis 2023.

Der Charité-Campus wächst weiter. Nun wurde bekannt, dass bis zum Jahr 2023 ein neuer Forschungsbau errichtet werden soll. Unter dem Namen „Der simulierte Mensch“ wollen Charité und die Technische Universität Berlin (TU Berlin) künftig gemeinsam Forschung an der Schnittstelle von Ingenieurswissenschaften und Medizin betreiben. Finanziert werden soll das Projekt anteilig durch den Bund und das Land Berlin im Rahmen des Programms für

Forschungsbauten an Hochschulen

In dem Gebäude mit einer Nutzungsfläche von 2.700 Quadratmetern werden Mediziner und Naturwissenschaftlern gemeinsam mit Ingenieuren daran arbeiten, die Funktionen menschlicher Zellen zu analysieren, heißt es von der TU Berlin. Im Fokus stehen zunächst onkologische, immunologische und regenerative Fragestellungen. Der Neubau wird an der Seestraße entstehen. Die hier künftig betriebene Forschungsarbeit soll unter anderem neue Ansätze in der Krebstherapie oder bei Infektionen hervorbringen.

Große Pläne

„Wir sind davon überzeugt, mit dem Forschungsbau Der Simulierte Mensch und dem gemeinsamen Arbeiten unter einem Dach, einen entscheidenden Beitrag für die Medizin des 21. Jahrhunderts zu leisten“, erklärt Axel Radlach Pries, Dekan der Charité. Und auch TU-Präsident Christian Thomsen freut sich auf das Projekt: „Zukunftsweisende Forschungsansätze entwickeln sich heute an den Schnittstellen von Disziplinen. Das neue Wissenschaftshaus wird den Forschenden aus der TU Berlin und der Charité den Raum dafür geben.“ Die Forschung soll nicht nur neue Diagnose- und Therapiestrategien etablieren, sondern gleichzeitig auch Tierexperimente reduzieren. Das Baugebiet an der Seestraße liegt in direkter Nachbarschaft zum Campus Virchow-Klinikum.

Text: Katja Reichgardt/Redaktion, Bild: imago/Jürgen Ritter

WEITERSAGEN