Auf dem Maifeld soll alles besser werden

Pläne für das Lollapalooza werden konkreter.

Das Lollapalooza am 8. und 9. September rückt immer näher. Nun geben die Organisatoren und das Management des Olympiastadions auch immer mehr Details zu dem groß angelegten Musikfestival bekannt, das dieses Jahr zum ersten Mal im Westen Berlins stattfindet. Die zwei Hauptbühnen sollen demnach auf dem Maifeld neben dem Olympiastadion stehen. Zwischen Süd- und Osttor wird die „Alternative-Bühne“ aufgebaut und im Norden des Hertha-Stadions sollen die sogenannten Event-Ecken stehen. Zeitgleich mit den konkreter werdenden Plänen für das Musik-Festival wachsen bei den Anwohnern die Sorgen um Lärm, Müll und einem Verkehrschaos rund um das Stadion. Nicht ganz unbegründet: Immerhin strömten im letzten Jahr täglich rund 75.000 Besucher auf das Festival-Gelände, damals noch auf der Rennbahn Hoppegarten. Vor allem am ersten Veranstaltungstag kam es bei der An- und Abreise zu langen Wartezeiten. Mehrere Menschen kollabierten in dem chaotischen Gedränge am Bahnsteig.

Neue Pläne

Das soll sich im Olympiapark nicht wiederholen. Das zeigt auch die Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Andreas Statzkowski. Demnach sei der Olympiapark ein erprobter und bewährter Veranstaltungsort mit guter Infrastruktur. „Im Olympiastadion Berlin finden regelmäßig im Jahr große Musik- und Sportveranstaltungen mit bis zu 74.000 Besuchern störungsfrei statt. Das Maifeld, auf dem die Haupttribünen stehen, fasst bis zu 100.000 Personen“, so Sportstaatssekretärin Sabine Smentek (SPD). Zudem werde noch mit der BVG über den Abschluss eines Kombitickets für beide Tage verhandelt und mit der Polizei, der BVG und der S-Bahn über ein neues An- und Abreisekonzept beraten.

Mehr Sicherheit

Für Sicherheit während der Festivaltage, die von 12 bis 23 Uhr stattfinden, sorgt die Berliner Polizei mit einer besonderen Aufbauorganisation. Um den Unmut der Anwohner nicht auf sich zu ziehen, sollen sie zudem über sämtliche Planungen, Auf- und Abbauzeiten, mögliche Einschränkungen und andere relevante Themen im Voraus informiert werden. Für Anwohnerfragen wurde zudem eine E-Mail-Adresse eingerichtet (nachbarschaft@lollapalooza.com). Laut Senat dürfte Lärmbelästigung, wie es unter anderem bei der Veranstaltung 2016 im Treptower Park der Fall war, auf dem Maifeld keine große Rolle spielen. Dafür seien die Abstände zwischen Bühnen und Anwohnern zu groß, heißt es. „Es wird davon ausgegangen, dass die derzeit bekannten Planungen unter entsprechenden behördlichen Auflagen beim bevorstehenden Lollapalooza-Festival zur Einhaltung der immissionsschutzrechtlichen Vorgaben führen werden.“ Ob die BSR sich nach dem Festival um die Müllbeseitigung und Sonderreinigung der Fläche kümmert, steht hingegen noch nicht fest.

2019 dabei

Sicher ist dafür aber, dass das Lollapalooza auch im kommenden Jahr wieder am Olympiastadion stattfinden soll. Die Rahmenbedingungen wurden laut Smentek für die Jahre 2018 und 2019 abgeschlossen. Das Lollapalooza findet seit den 90er-Jahren überall auf der Welt statt. In Berlin gibt es die Veranstaltung seit 2015. Seitdem feierten Besucher auf dem Tempelhofer Feld, im Treptower Park und auf der Rennbahn Hoppegarten. Die Tickets für die diesjährige Ausgabe kosten für den 8. und den 9. September 139 Euro. Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen mit einem Kids- oder Junior Ticket auf das Festivalgelände. Die Junior-Tickets kosten 30 Euro. Alle verfügbaren Tickets können online erworben werden.

Text: Katja Reichgardt, Bild: imago/Schöning

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