Kleiner Bär unter freiem Himmel

Brillenbär-Nachwuchs präsentiert sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit

Noch ein wenig zögerlich folgt ein kleiner schwarzbrauner Bär seiner Mutter langsam nach draußen. Doch wenig später rennt er bereits spielend durch das Gras und untersucht neugierig einen Baumstamm: Anfang Mai war es endlich soweit: Das Brillenbär-Jungtier durfte auf die Außenanlage und war dort auch endlich für die Besucher des Tierpark Berlin zu sehen.

Nach fast vier Monaten in der Wurfhöhle gab es damit die Outdoor-Premiere für Brillenbär-Mutti Julia (20) und ihren jüngsten Nachwuchs.

Erste Expedition

Auf der großen Außenanlage gibt es für den kleinen Bären viel zu entdecken. Interessiert begutachtet er Felsen, Kletterbäume und Hügel. „Bisher zeigt sich das Jungtier sehr selbstbewusst“, stellt Bären-Kurator Florian Sicks fest. „Brillenbären werden ab einem Alter von drei bis vier Monaten zunehmend selbstständig und können schon früh klettern. Das ist wichtig, da sie auf Bäumen Zuflucht vor möglichen Feinden finden.“ Die Kletterbäume auf der Anlage im Tierpark ragen bis zu neun Meter in den Himmel. Selbst solch schwindelerregende Höhen erklimmen auch junge Brillenbären völlig problemlos.

Gefährdete Art

„Der Nachwuchs bei unseren Brillenbären ist bedeutend für die weltweite Population dieser Bären-Art“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. „Umso mehr freue ich mich natürlich darüber, dass das Jungtier so gut herangewachsen ist.“ Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der Brillenbär als gefährdet. Zu den Hauptbedrohungsfaktoren zählen die Lebensraumzerstörung durch die Abholzung der Wälder sowie die Umwandlung des Lebensraumes in landwirtschaftliche Flächen. Der Brillenbär wird zudem bejagt, wenn er in Feldern nach Nahrung sucht oder Nutztiere erbeutet. In erster Linie ernähren sich Brillenbären vegetarisch und ergänzen dies mit tierischen Proteinen wie Insekten, Nagetieren und manchmal auch größeren Huftieren.

Paten Gesucht

Noch ist der kleine Brillenbär namenlos. Falls sich ein Tierpate findet, darf er zusammen mit den Tierpflegern einen Namen aussuchen.

Text: Redaktion/Bild: Tierpark Berlin

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