Eine Ampel soll den Tunnel ersetzen

Bezirk favorisiert die kostengünstige Variante.

Seit Dezember 2016 ist der Fußgängertunnel am Bahnhof Schöneweide gesperrt. Ein Feuer hatte damals die innere Tunneldecke, die Beleuchtung und die Türen zu den Betriebsräumen zerstört. Auch der Aufzug und die Rolltreppe auf der Bahnhofsseite wurden in Mitleidenschaft gezogen. „Grundsätzlich ist der bauliche Zustand des Fußgängertunnels unterhalb der Michael-Brückner Straße aber zufriedenstellend. Die Verkehrssicherheit für den Straßenverkehr darüber ist nicht beeinträchtigt“, heißt es in einer Mitteilung aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Anfrage des SPD-Politikers Lars Düsterhöft im Berliner Abgeordnetenhaus. In dem Papier werden auch die Instandsetzungskosten inklusive Neuinstallation der Tunnelbeleuchtung und Reparatur der Fahrtreppe genannt: Rund 210.000 Euro werden diese Arbeiten kosten und der Baubeginn ist für den kommenden Herbst mit einer geschätzten Bauzeit von drei Monaten geplant. Geld, das unter Umständen gar nicht in die Hand genommen werden müsste, schließlich favorisiert der Bezirk Treptow-Köpenick ohnehin die Installation einer alternativen Fußgängerampel. Die teure Unterhaltung und Instandhaltung des rund 40 Meter langen Tunnels könnte dann wegfallen. Sogar von der Auffüllung und Schließung der Tunnelanlage ist in der Senatsantwort die Rede.

Teurer Transfer

„Der Tunnel war schon früher stets ein Problem. In der Bezirksverordnetenversammlung haben wir mehrfach die Reinigung und Entfernung von Graffiti diskutiert und beschlossen“, sagt der Abgeordnete Lars Düsterhöft, der die Installation einer zusätzlichen Ampel favorisiert und die alternative Nutzung des Tunnels als Fahrradparkhaus vorschlägt.

Betreiber gesucht

Sein Ziel ist es nun, ein Unternehmen zu finden, das ein Konzept der Senatsverwaltung vorlegt, mit dem der Tunnel dauerhaft und sicher genutzt werden kann. „Die zusätzliche Frage wird dann noch sein, wie man die Ampel baut. Die Straßenbahn ist da ein Problem. Aus meiner Sicht würde man wohl die Variante bevorzugen, bei der die neue Ampelkreuzung an die bereits bestehende Ampel zwischen Bahnhofsvorplatz und Straßenbahnhaltestelle anknüpft“, beschreibt der Abgeordnete eine mögliche Planung, deren Umsetzung nach dem Umbau der Straßenbahnlinie viel einfacher wäre.

Eine Lösung, die dem Bezirk letztendlich viel Geld sparen dürfte. Laut Senatsmitteilung hatte der Unterhalt des Tunnels einschließlich der Instandhaltung der Fahrtreppen und Aufzüge Kosten in Höhe von 877.000 Euro in den vergangenen zehn Jahren verursacht. Eine ebenerdige Variante mit der Installtion eines Fußgängerüberweges würde nur einen Bruchteil dieser Kosten nach sich ziehen.

Text/Bild: Stefan Bartylla

 

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