Spaß an der Energie-Zukunft

Kleine Energiemanager in Pankows Schulen mit großem Potential

Pankower Schüler besitzen rund um das Thema Energieeffizienz eine besondere Expertise. Die vom Bezirksamt beauftragte Projektgruppe „Köpfchen statt Kohle“ begleitete in den letzten acht Jahren insgesamt 17 Schulen auf ihrem Weg zu einem gesünderen Klassenklima (das Abendblatt berichtete).

Allein in diesem Jahr wurden bereits mehr als 200 Kinder im Grundschulalter per Zertifikat als Energiemanager ausgezeichnet. Um öffentlich zu zeigen, dass Energiesparen nicht nur innovativ ist, sondern auch Spaß macht, veranstaltete „Köpfchen statt Kohle“ kürzlich zum ersten Mal zwei Energietage. Im Kulturzentrum Wabe, Danziger Straße 101, durften Interessierte kostenlos zwei Tage voller energetischer Innovation praktisch erleben und mitgestalten.

„Ich weiß um die Probleme in unseren Gebäuden“, so Bezirksschulstadtrat Torsten Kühne zur Eröffnung. „Wir brauchen Fachkräfte! Ihr macht ganz wichtige Arbeit, großen Dank und weiter so!“ Die Energietage, deren buntes Angebot sich primär an Schüler aus den Jahrgangstufen fünf und sechs richtete, sollten zu einem bezirksinternen Austausch anregen, vor allem unter den Schulen. „Mehr Praxis, mehr Experimente“, so formulierte es Projektleiterin Inga Jacobsen.

Neben selbstkonzipierten Projekten, wie der Pausenhof-Disko von der Grundschule unter den Bäumen oder dem Solarklangspiel der Homer-Grundschule boten externe Start-Ups und Lehrmittelhersteller an verschiedenen Stationen einen Einblick in die weite Welt des Energiesparens.

Der Physik Leistungskurs des Robert-Havemann-Gymnasiums stellte dem Projekt ein realitätsgetreues Energiehaus-Modell zum Experimentieren zur Verfügung. Ob die Schüler später in einem Haus mit Solaranlage, -tankstelle und Energiespeicher wohnen wollten? „Natürlich“, sagt Fritz aus der 4C von der Grundschule unter den Bäumen.

An selbstentworfenen Modellen den einfachen Stromkreis verstehen, eine Feinstaub-Exkursion machen, sich dem Energiequiz stellen, eine Tour mit dem Elektro-Kart drehen oder auf dem Energierad so lange strampeln, bis die Glühbirne brennt – den Schülern waren kaum Grenzen gesetzt. Das selbstgebaute Formel-1-Solarmobil durfte natürlich als Souvenir mit nach Hause genommen werden. Interaktiv, laut, kreativ und bunt war es im Kulturzentrum Wabe.

Inga Jacobsen zieht eine positive Bilanz. In Zukunft werde es mehr solcher Projekte geben: für die bezirksinterne Vernetzung und den direkten Austausch zwischen den Projektschulen. Damit Energiesparen für die jungen Energiemanager zur Selbstverständlichkeit wird

Datum: 29.05.2018 Text: Christina Lopinski Bild: Köpfchen statt Kohle

WEITERSAGEN