Der tägliche Kampf um das Sein

Bilder von Robin Hammond zeigen Menschen aus der LGBTI-Community.

Anlässlich der Pride Events in ganz Europa zeigt der freiraum für fotografie“ (Waldemarstraße 17) die Ausstellung „Where Love is Illegal“ des Fotografen Robin Hammond.

Die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intersexuellen Menschen (LGBTI) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht. In einigen Ländern können  homosexuelle Paare eine eingetragene Partnerschaft registrieren lassen oder sogar heiraten, neutrale Geschlechtseintragungen oder die Anpassung von Namen im Ausweis sind möglich geworden.

Nach wie vor werden aber in 72 Staaten dieser Welt Menschen, deren sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nicht der Norm entsprechen, strafrechtlich verfolgt. Die Diskriminierung ist jedoch nicht auf diese Länder beschränkt, weltweit steigen Gewalt und Vorurteile gegen die LGBTI-Community wieder an. Mehrere Jahre reiste der Fotograf Robin Hammond durch Länder, in denen Menschen verfolgt und bedroht werden, und porträtierte Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle. Entstanden sind hunderte Porträts von Menschen, die ihre Identität täglich neu verteidigen müssen – oft unter Gefahr für Leib und Leben.

Die Fotografien sind keine Porträts im herkömmlichen Sinne: Alle sind in enger Kooperation zwischen den Abgebildeten und dem Fotografen entstanden. Ihre persönliche Geschichte selbstbestimmt in Wort und Bild zu erzählen und so ein sichtbares Dokument ihrer täglichen Realität zu schaffen, gibt den Betroffenen ihre Identität und Würde zurück..

Die Ausstellung läuft vom 22. Juni bis 2. September. Eröffnung ist am 21. Juni um 19 Uhr, unter anderem mit einem Screening des Films “Displaced: Black and Queer”  und einem Podiumsgespräch mit Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung und Gästen.

Datum: 17. Juni 2018, Text: Redaktion, Bilder (2): Robin Hammond

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