Filme von, mit und über Lichtenberg

Das Festival Stadtlichter präsentieren sich in diesem Jahr in den B.L.O.-Ateliers

Nach erfolgreichen Einzelveranstaltungen wird das Konzept für die „Stadtlichter Lichtenberg“ in diesem Jahr zum ersten Mal auf ein zweitägiges Festival aus Film, Fotografie, Poesie, Livemusik, Künstlergespräche und internationalem Streetfood ausgeweitet. Beim Fest zum Thema Kunst und Kino, dass am 30. Juni und am 1. Juli auf dem Gelände der B.L.O.-Ateliers im Lichtenberger Kaskelkiez steigen wird, gibt es Filmprogramme mit ganz unterschiedlichen und internationalen Themenschwerpunkten zu sehen.

Thema Auto

Im Programm „On The Road“ dreht sich alles um das Fahren, das Leben auf der Straße und die besondere Beziehung zum fahrbaren Untersatz. In Film „The Ugliest Car“ von Grzegorz Szczepaniak ist das der fast schon museumsreife Wartburg von Bogdan und seiner schwerhörigen 94-Jährigen Mutter, in Trần Ngọc Khuyêns „Magical Night“ wird ein Motorrad in Ho-Chi-Minh-Stadt zum Vehikel einer romantischen Nacht und in Dieter Deswartes Film „Lada“ dreht sich alles um den Klassiker der russischen Autoindustrie.
Afrikanische Geschichten. Der Fokus „Mozambique Today“ nimmt beim Stadtlichter-Festival die Zuschauer auf eine cineastische Reise mit nach Südostafrika und erzählt unter anderem in João Graça and Fábio Ribeiros Dokumentation „Maputo: Ethnography of a divided City“ vom quirligen Alltag in der afrikanischen Hauptstadt und ihrer extremen Schere zwischen Elite und Armut.

Internationale Kürze

Die Internationale Kurzfilmrolle zeigt zudem Kurzes und Knackiges aus Österreich, Litauen, Polen, Vietnam und Mosambik und geht zum Beispiel in Alexander Gratzers „Museum Guard“ der Frage nach, was Museumswärter tun, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Im Rahmenprogramm zum Stadtlichter Festival 2018 können Besucher die Welt auch durch das fotografische Auge erleben.

Zum gesamten Wochenende ist dazu die begleitende Streetfotografie-Ausstellung von Künstlern aus Lichtenberg, Maputo, Hanoi, Kaliningrad und Warschau zu sehen. Mit dabei sind unter anderem Arbeiten von Mário Macilau mit seiner Serie „Growing In Darkness“ über Straßenkinder in Maputo und Katarzyna Kubiak, Preisträgerin des International Photography Awards und des Moscow International Photo Awards.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst wird die Ausstellung am Samstagabend um 17 Uhr eröffnen. Musikalisch gibt es danach die deutsch-französische Band Shirley & Don mit ihrem Mix aus 60s-Elektro-Beats und Surf-Gitarrensound zu hören – „ausgelassen, detailverliebt und absolut tanzbar“ lautet die vielversprechende Einschätzung der Programmverantwortlichen.. Das Rahmenprogramm. Dank einer Kooperation mit den Osteuropa-Tagen wird der in Litauen geborene Autor und Comiczeichner Ilia Kitup in einer Lesung den Beweis antreten, dass man Comics auch vor Publikum zum Leben erwecken kann.

Und für die gewisse polnische Würze sorgt schließlich noch Koch Donald Borkowski von PolishMe.: PolskaFusion lautet sein kulinarisches Konzept, mit dem die Besucher auf eine kulinarische Osteuropa-Reise führt und Köstlichkeiten wie Buttermilch, Kartofle, Twaróg (Quark), eingelegte Gurken und Hausbrot präsentieren wird..

Das Ticket für das gesamte Wochenendfestival gibt es für 16,50 Euro, das jeweilige Tagesticket kostet 8,80 Euro. Für Tickets und Informatione können Details auf folgenden Internetseiten nachgelesen werden. Stefan Bartylla

Der Link zu den Tickets

www.stadtlichter.berlin

 

Datum: 22. Juni 2018 Text: Redaktin, Bild: Promo „The ugliest Car“

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