Hier kann bald geradelt werden

Grüne geben Arbeiten und Sanierungspläne bekannt.

Der Bezirk Mitte will endlich mehr für Radfahrer tun. Neben dem Umbau der Karl-Marx-Allee in eine Straße mit abgegrenzten Radwegen, sind auch auf anderen Straßen Maßnahmen geplant, die den Fahrrad-Verkehr erleichtern und sicherer machen sollen. Die Grüne-Fraktion Mitte hat dazu eine Übersicht erstellt, in der sämtliche Vorhaben aufgelistet sind. Darunter auch einige Straßenabschnitte, an denen es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen gekommen ist.

Maßnahmen geplant

Noch in diesem Jahr sollen demnach die Arbeiten an der Sickingenstraße, an der Französischen Straße zwischen Wilhelmstraße und Schlossplatz, an der Amrumer Straße auf einem Abschnitt zwischen der Seestraße und der Föhrer Straße sowie an der Stromstraße, der gesamten Seestraße, der Chausseestraße und der östlichen Seite der Transvaalstraße fertiggestellt werden. Auch die Linienstraße, ohnehin größtenteils als Radstraße ausgeschildert, erhält zudem Sicherheitstrennstreifen, die das sogenannte Dooring, also das Kollidieren von Radlern mit plötzlich geöffneten Türen, verhindern soll. Auch die vor allem durch Schäden und Wurzeln schwer befahrbaren Radwege entlang der Seestraße sollen saniert werden. Auch für die kommenden zwei Jahre haben sich die Grünen einiges vorgenommen.

An der Kameruner Straße entsteht ein neuer Radweg, die Ungarnstraße wird bis 2020 sogar zur Fahrradstraße. Auch die Annenstraße soll endlich radfreundlicher werden. Hier gibt es zwar bereits einen markierten Fahrradstreifen auf dem Abschnitt zwischen Heinrich-Heine-Straße und Heinrich-Heine-Platz. Den nutzen aber vor allem Autofahrer als Parkfläche. Ein umgebauter Gehweg und eine Radverkehrsanlage sollen Abhilfe schaffen. Die Schwedenstraße erhält ebenso im kommenden Jahr einen neuen beziehungsweise sanierten Fahrradstreifen wie auch die Kurfürstenstraße in Tiergarten.

Spreeradweg dabei

In Planung ist zudem eine Sanierung und Asphaltierung des Spreeradweges, der an einigen Abschnitten bereits begonnen hat. Zwischen der Lutherbrücke und dem Wullenwebersteg soll dies zudem im kommenden Jahr passieren. Die Arbeiten an einer radfreundlichen und schöneren Karl-Marx-Allee haben bereits begonnen. Kritik kam von vielen Seiten, vor allem aber von Autofahrern, denen nach dem Umbau weniger Parkplätze zur Verfügung stehen.

Datum: 15. Juli 2018, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago/PEMAX

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