Im Zoschke-Stadion startet die Punktejagd

Lichtenberg 47 beginnt die Saison mit eingespieltem Team

„Wir sind doch schon seit fünf Jahren immer vorne mit dabei. Da denke ich doch, dass wir auch in dieser Saison bei der Vergabe der Spitzenplätze in der Oberliga ein Wörtchen mitreden werden“, sagt Andreas Prüfer, der Präsident bei Lichtenberg 47. Für das Oberliga-Team des SV Lichtenberg 47 nennt Prüfer vor Beginn der neuen Saison sein Wunschziel. „Wir müssen die Punktzahl der vergangenen Jahre noch einmal toppen“, sagt er. Chancen auf eine solche Quote hat das Team von Trainer Uwe Lehmann allemal. Der große Trumpf des ist die Geschlossenheit der Mannschaft, mit der in der vergangenen Saison immerhin 67 Punkte für den dritten Platz geholt wurden. „Unsere Mannschaft begeistert vor allem als starke Gemeinschaft mit ausgeprägter Spiellaune. Sicherlich haben wir individuell starke Einzelspieler. Der Schlüssel zum Erfolg bleibt aber der Teamgeist“, sagt Trainer Uwe Lehmann, dessen ausgegebenes Saisonziel sich weniger an Punkten und Tabellenplätzen misst. „Wir wollen uns in möglichst allen Bereichen gegenüber dem Vorjahr verbessern und uns mit modernem Fußball bei den Heimspielen in der Howoge Arena präsentieren.“

Zeitweise Spitze

Drei Spieltage lang war der SV Lichtenberg 47 in der vergangenen Saison sogar Tabellenführer gewesen, ehe Optik Rathenow die Spitze im Ranking übernahm und die Meisterschaft mit sechs Punkten Vorsprung auf Tennis Borussia und satten elf Punkten Differenz zu Lichtenberg 47 abschloss. TeBe wird auch in diesem Jahr als haushoher Favorit auf den Aufstiegsplatz gehandelt Gleich 14 Positionen haben die Charlottenburger in der Ligapause umbesetzt – ein faktisch neues Team wartet mit einer Mischung aus gestandenen Zweitligaspielern und Regionalliga-Kickern auf die Matches mit den Oberligateams.

Lokaler Glanz

SV Lichtenberg 47 hält da den Ball zwar flacher, kann aber durchaus spielerische Juwelen in den eigenen Teamreihen vorzeigen: Vorneweg sind das die Nummer fünf, der baumstarke Innenverteidiger Sebastian Reiniger, und die Nummer 10, offensiver Mittelfeldmann Christian Gawe, der in der vergangenen Saison zu Berlins Amateurfußballer des Jahres auf der Position des Passverteilers gewählt wurde. Und seit wenigen Wochen ist auch ein absoluter Königstransfer in trockenen Tüchern. „Die gesamte Regionalliga stand ja Schlange, um Maik Haubitz zu verpflichten. Allein unserem sportlichen Leiter Benjamin Plötz ist es zu verdanken, dass wir ihn wieder ins Team bekamen“, sagt Trainer Lehmann über die Nummer 27, die zwischen 2015 und 2017 schon einmal in der Howoge-Arena an der Ruschestraße kickte. Auf dem Papier gehört Haubitz zwar ins defensive Mittelfeld, doch der technisch starke Rechtsfuß überzeugte bereits im Testspiel gegen Sparta auch als hängende Spitze. Zwei Tore in Knipsermanier gelangen dem sympathischen Techniker. „Sportlich sind wir super aufgestellt. Aber zum Aufstieg wird für unser Team viel mehr gehören, als „nur“ der erste Platz“, fasst SV47-Präsident Prüfer die Möglichkeiten des Oberliga-Teams zusammen. Neben Toren und Punkten seien das vor allem auch finanzielle Unterstützungen von Unternehmen aus der Region, die dafür sorgen könnten, dass der wirtschaftliche Unterschied zu Vereinen wie Tennis Borussia sich etwas egalisieren könnte. In Sachen technischer Ausstattung könnte dafür in den kommenden zwei Jahren ein entscheidender Schritt getan werden, wenn zumindest die Flutlichtanlage in Berlins zweitgrößtem Fußballstadion installiert wird. „Stadtrat Nünthel und Bürgermeister Grunst haben dafür ja einiges in Bewegung gebracht“, sagt Prüfer. Das nächste Match in der Howoge-Arena „Hans Zoschke“ findet am 4. August um 13.30 Uhr gegen den Torgelower FC statt.

 

2. August 2018, Text: Stefan Bartylla, Foto: Anne Gründer

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