Beim Flux Festival wird’s experimentell

Im „Spektrum“ versammelt sich eine besondere Berliner Musikszene

Ab Montag ist der Norden Neuköllns für eine Woche das Epizentrum der Experimentalelektronik-Musik. Das Flux-Festival versammelt im „Spektrum“ 30 Akteure aus der vielschichtigen und spannenden Berliner Szene elektronischer und elektroakustischer Musiker, die in den vergangenen 20 Jahren deutlich gewachsen ist. Sie zeigt sich nicht nur generationenübergreifend, sondern zeichnet sich auch durch eine große stilistische Bandbreite und unterschiedliche Arbeitsweisen aus.

Von Modular-Synthesizer bis Tape-Loop

Bild: Richard Scott

Die Musiker des Festivals arbeiten mit höchst unterschiedlichen Mitteln, von analogen Synthesizern über selbst entwickelte Klanginstallationen oder bis ins Detail individualisierte, selbst entwickelte Computersoftware bis zu Tonband-Schleifen mit Geräuschaufnahmen oder Schallplatten. Die Künstler, die beim Flux Festival zu hören und zu sehen sein werden, sind zum Teil von weit her nach Berlin gezogen, um sich hier kreativ auszuleben. Mit dabei sind Tomomi Adachi, Liz Allbee, Boris Baltschun, Rashad Becker, Burkhard Beins, Andrea Belfi, Sofia Borges, Jim Campbell, Roy Carroll, Werner Dafeldecker, Mario De Vega, Sabine Ercklentz, Korhan Erel, Andrea Ermke, Hanna Hartman, Hatam, Annette Krebs, Cao Thanh Lan, Joke Lanz, Felicity Mangan, Kaffe Mathews, Andrea Neumann, Rieko Okuda, Andrea Parkins, Ignaz Schick, Richard Scott, Wolfgang Seidel, Eliad Wagner und Marta Zapparoli.

Auch der Ort des Geschehens ist etwas Besonderes und für ein solches Festival wie gemacht. Im Spektrum an der Bürknerstraße treffen sich die verschiedensten Künstler und Technologiebegeisterten, um an gemeinsamen Projekten zu arbeiten und neue Ideen zu entwickeln. Es ist zugleich ein Projektraum, ein Makerspace, Ausstellungs- und Veranstaltungsort.

Die Konzerte vom 13. bis 19. August beginnen um 19.30 Uhr. An jedem Abend sind vier bis fünf Musiker vor Ort, die jeweils ein Werk mit maximal 25 Minuten Länge aufführen werden. Eintritt zu den Einzel-Konzerten kostet zwölf Euro (acht Euro ermäßigt), ein Festivalpass ist für 60 Euro (40 Euro ermäßigt) zu haben. Vor den Konzerten gibt es ab 16 Uhr Artist Talks bei freiem Eintritt.

Text: Redaktion/Titelbild: Corinna Harl

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