Wachstum durch Ankauf

Gewobag und WBM kaufen mehr als 900 Wohnungen in Buckow.

Mehr bezahlbarer Wohnraum für Berlin – dieser Aufgabe widmen sich die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit Nachdruck. Sie erreichen dies durch Neubau, aber auch durch Ankäufe von Bestandsgebäuden. In Buckow sichern WBM und Gewobag künftig in zwei Wohnanlagen preisgünstige Mieten. In einem Konsortium kaufen die beiden Wohnungsbaugesellschaften insgesamt 913 Wohneinheiten mit 122 Tiefgaragen- und 125 Außenstellplätzen. Das teilt die Senatsverwaltung für Wohnen mit.

Mietentwicklung dämpfen

„Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind in Berlin die wichtigsten Partner des Senats bei der Schaffung, aber auch bei der Sicherung von leistbarem Wohnraum. Mit dem Ankauf der beiden Wohnanlagen im Bezirk Neukölln durch die WBM und die Gewobag sind wir diesem Ziel heute wieder ein gutes Stück nähergekommen“, sagt Senatorin Katrin Lompscher. Von der Rekommunalisierung würden dabei nicht nur die Bewohner profitieren, sondern die im landeseigenen Bestand günstigeren Mieten würden sich auch insgesamt dämpfend auf die Berliner Mietenentwicklung auswirken. „Wir werden den eingeschlagenen Weg und den damit verbundenen Mix aus Neubau, Ankauf und Nutzung des Vorkaufrechts zugunsten städtischer Wohnungsbaugesellschaften deshalb auch künftig konsequent weiterverfolgen“, so Lompscher.

Mieten gewährleisten

Die Wohnanlage im Goldhähnchenweg umfasst 485 Wohnungen und wird ab 1. Januar 2019 in den Bestand der Gewobag übergehen. Errichtet wurde die Anlage in den 1970er-Jahren, sie ist in einem guten Zustand mit gepflegten Außenanlagen. Die WBM übernimmt aus dem Ankaufspaket 428 Wohneinheiten um die Kestenzeile. Somit geht zum Januar 2019 ein weiteres zusammenhängendes Quartier mit Entwicklungspotenzial in den Bestand des landeseigenen Wohnungsbauunternehmens über. „Neubau und Ankauf sind die Säulen unserer Wachstumsstrategie, wir wollen bis 2026 unseren Bestand von aktuell 61.000 auf 73.000 Wohnungen erweitern“, erklärt Markus Terboven, Gewobag-Vorstandsmitglied. Mit der Wohnanlage im Goldhähnchenweg erhöhe das Unternehmen seinen Bestand in Neukölln auf etwa 4.000 Wohnungen, in denen auch in Zukunft preisgünstige Mieten für alle Bevölkerungsschichten gewährleistet werden sollen.

Wichtiger Pfeiler

Für Christina Geib, Geschäftsführerin der WBM, ist der Erwerb von Bestandsobjekten und Projektentwicklungen ein wichtiger Pfeiler des geplanten Bestandswachstums auf 40.000 Wohneinheiten: „Die WBM hat sehr gute Erfahrungen mit dem kooperativen Ankauf von Immobilien gemacht. Damit erweitern wir nicht nur strategisch unser Portfolio von aktuell rund 30.000 Mieteinheiten. Im gleichen Zuge sichern wir bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Quartiere für viele Berliner.“

Die DIM Deutsche Immobilien Management war bei der Transaktion beratend für die Verkäufer tätig. „Wir freuen uns, dass wir dabei unsere Kompetenz und Erfahrung einbringen konnten. Auf diese Weise bleiben mehr als 900 Wohnungen für die Mieter und für Berlin dauerhaft in guten Händen“, sagt Klaus Krägel,Vorstandsvorsitzender der DIM. Die DIM Deutsche Immobilien Management, ein Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin, ist schwerpunktmäßig im Immobilienmanagement aktiv und verwaltet deutschlandweit rund 38.000 Wohneinheiten.

Datum: 12. Oktober 2018, Autor: red, Bild: Thinkstock/iStock/ruidoblanco

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