Plastik-Verbot soll Meere retten

Drei Viertel des Mülls in den Ozeanen sind Trinkhalme, Plastikflaschen & Co.

Trinkhalme, Besteck, Teller, Luftballonstäbe, Wattestäbchen, dünne Plastiktüten, Rührstäbchen für Kaffee und Tee, bestimmte Getränkeverpackungen sowie oxo-abbaubares Plastik (ein Material mit Metallbeimischung) – die Liste der Plastik-Produkte, die ab 2021 in der Europäischen Union aus dem Verkehr gezogen werden sollen, umfasst neun Einwegprodukte.

Ziel des Verbots ist es, die 26 Millionen Tonnen Plastikmüll, die in der Europäischen Union jährlich anfallen, erheblich zu reduzieren. Mit 34,4 Kilogramm pro Einwohner produziert Deutschland deutlich mehr als der EU-Durchschnitt (31,1 Kilogramm). Ein Drittel des entsorgten Plastiks wird recycelt, der Rest wird verbrannt, eingelagert oder ins Ausland exportiert. Laut Umweltexperten landen jährlich acht Millionen Tonnen Plastik in den Meeren. Sie befürchten, dass es schon 2050 mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren geben wird.

Die Grünen fordern weitergehende Maßnahmen: Ab 2030 sollen alle in der EU in Verkehr gebrachten Plastikprodukte wiederverwendbar, komplett abbaubar oder kosteneffizient recycelt werden können. Dazu soll es eine Plastiksteuer auf Wegwerfprodukte und ein Mikroplastik-Verbot für kosmetische Produkte geben.

Plastik-Verbot durch die EU: Sind so die Meere zu retten?

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Datum: 2. November 2018 Text: Manfred Wolf Bild: imago/Seeliger

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