Tempo 30 auf der Kantstraße

Tempolimit auf der Kantstraße soll Luftqualität verbessern.

Der Berliner Senat will die Luftqualität auf Berlins Straßen verbessern. Ab sofort gilt deshalb auch auf der viel befahrenen Kantstraße Tempo 30. Das Tempolimit gilt für den Abschnitt zwischen Amtsgerichtsplatz und Savignyplatz, teilte der Senat mit.

Pilotprojekt ausgeweitet

Damit wird das Pilotprojekt, das bereits seit dem 9. April auf einem Abschnitt der Leipziger Straße (Markgrafenstraße bis Potsdamer Platz) und seit Juni in der Potsdamer Straße zwischen Potsdamer Platz und Kleistpark für saubere Luft sorgen soll, ausgeweitet. Durch die neue Tempo-Richtlinie soll die Luft sauberer und die Gesundheit der Bevölkerung geschützt werden, lässt die Verkehrsverwaltung mitteilen. Die Ampelanlagen werden so angepasst, dass der Verkehr bei Tempo 30 möglichst gleichmäßig fließen kann. Seit einigen Wochen müssen sich auch Autofahrer auf dem Tempelhofer Damm und der Hauptstraße an das neue Tempogebot halten.

Der 1,5 Kilometer lange Abschnitt auf der Kantstraße sei nun der fünfte und letzte Abschnitt im Rahmen des Pilotprojekts. Sollte sich die Luftqualität nicht verbessern, sind auch streckenbezogene Fahrverbote denkbar. Erste Testergebnisse auf der Leipziger Straße geben aber laut Senat Anlass zur Hoffnung, dass das Tempolimit tatsächlich zur Verbesserung der Luftqualität beiträgt. Entsprechende Ergebnisse werden regelmäßig von der Verkehrsverwaltung veröffentlicht. Kritik an den Tempo-30-Zonen gibt es aber auch. So hält der FDP-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksverordnetenversammlung, Felix Recke, die Anordnung für „einen Ausdruck der Unkreativität in der Berliner Verkehrspolitik“. Auf der Kantstraße gebe es dringendere Anliegen als Tempo 30. Vielmehr brauche es neue Radwege, eine Busspur und mehr Aufenthaltsqualität.

Schlechte Luftwerte

An vielen Straßen Berlins ist deutlich zu viel des gesundheitsschädlichen Stickoxids in der Luft. Das Berliner Verwaltungsgericht hat deshalb entschieden, dass es ab kommenden Jahr mindestens elf Sperrzonen für ältere Dieselautos und Diesel-Lkw mit den Abgasnormen Euro 1 bis 5 geben wird.

Datum: 5. November 2018, Text: Redaktion, Bild: Stefan Bartylla

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