Lkw-Krach nervt Anwohner in Lichterfelde

CDU-Fraktion  fordert rasche Ausbesserung von Straßen.

An manchen Verkehrslärm kann man sich gewöhnen. Etwa das sonore Surren einer vorbeifahrenden S-Bahn. Bei Lastwagen fällt das bedeutend schwerer.

Vor allem, wenn Schlaglöcher und andere Straßenschäden den Krach noch verstärken. So ergeht es derzeit vielen Anwohnern an der Hildburghauser Straße und im Bereich Lorenzstraße/Mariannenstraße in Lichterfelde-Ost.

Baustart verzögert

Wer an letzteren beiden Straßen wohnt, muss sich darauf einstellen, dass sich so schnell nichts ändert. Wie Baustadträtin Maren Schellenberg (Grüne) auf eine Anfrage der CDU-Fraktion hin wissen lässt, ist der Straßenzug Lorenzstraße/Mariannenstraße zwar schon als Investitionsmaßnahme im Haushalt enthalten. Doch gebaut wird erst, wenn die Arbeiten an der Hildburghauser Straße abgeschlossen sind. Laut CDU-Fraktion wurde dies für 2019 angekündigt. In einem auch von der FDP getragenen Antrag fordert die CDU-Fraktion das Bezirksamt auf, in der Mariannenstraße und der Lorenzstraße wegen „großen Zeitverzugs“ der beschlossenen Sanierung bis zum Beginn der Arbeiten wenigstens die größten Schlaglöcher und Unebenheiten zu beseitigen.

Massiv beschädigt

Der CDU-Bezirksverordnete Bernhard Lücke dringt auf mehr Tempo bei der Straßensanierung im gesamten Bezirk. „400 Millionen Euro stehen im Land Berlin jetzt zusätzlich zur Verfügung“, sagt er. „Es wäre schön, wenn davon, neben der unzweifelhaft nötigen Schulsanierung, auch Geld in die Straßen gesteckt werden könnte.“ Gerade Lorenz- und Mariannenstraße seien wegen der hohen Verkehrsbelastung massiv beschädigt.

Ähnlich übel sehe es in der Königsberger Straße aus. Lücke: „Es kann nicht sein, dass die Anwohner der Straßen den zusätzlichen Lärm hinnehmen müssen, der entsteht, weil Kipper oder Tanklaster scheppernd in Schlaglöcher hineinfahren oder über frische Hügel auf zugeschütteten Löchern hinwegbrettern. Ich erwarte, dass Abgeordnetenhaus und Senat im nächsten Haushalt die Mittel für die bauliche Unterhaltung der Straßen nochmals aufstocken. Das dient der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.“

Datum: 10. November 2018. Text: Nils Michaelis. Bild:Bild: Thinkstock/imago/allOver

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