Neues Gesicht für den Rathausvorplatz

Umgebauter Platz wurde offiziell übergeben.

Lange wurde geplant und gebaut, nun erstrahlt der Bereich rund um das Rathaus unweit des Leopoldplatzes in neuem Glanz. Die Platzfläche zwischen dem Rathaus Wedding und der Schillerbibliothek sowie der Müller- und der Genter Straße wurde in den vergangenen Jahren für rund 4,5 Millionen Euro umgebaut. Auf dieser 14.000 Quadratmeter großen Fläche entstand in mehreren Bauabschnitten ein städtischer, barrierefreier Platz mit Baumhain am neuen Elise-und-Otto-Hampel-Weg, mit Lesegarten und Liegewiese.

Mit Bürgerbeteiligung

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) betonte bei der feierlichen Eröffnung, die Zusammenarbeit des Architekturbüros mit den Anwohnern. „Durch die Bürgerbeteiligung, den landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb und die gelungene Umsetzung der Planungen bietet das Rathausumfeld nun eine bessere Aufenthaltsqualität und eine gute Anbindung zur Müllerstraße für die angrenzenden Wohngebiete und für die Beuth Hochschule“. Der Platz am Rathaus sei auch ein Standort wichtiger Einrichtungen. Mit der gläsernen Schiller-Bibliothek, dem Jobcenter, dem Bezirksamt Mitte, Café „Simit Evi“ und der Galerie Wedding verbinde das Rathausumfeld vielseitige Nutzungsmöglichkeiten mit gelungener Gestaltung des öffentlichen Raumes.

Auf dem Platz wurden vier Bereiche mit unterschiedlicher Aufenthaltsqualität geschaffen: Der Stadtplatz an der Müllerstraße, ein Baumhain entlang des alten Rathauses, der „Lesegarten„ als erweiterter Lese- und Aufenthaltsbereich und eine grüne Erholungsfläche in Richtung Genter Straße. Auf die Städtepartnerschaften des Bezirks wird mit quadratischen Betonsteinumrahmungen hingewiesen. Das im Sinne der Anwohnenden zu erhaltende Pappelrondell bekam eine neue Rundbank.

Künstlerischer Einfluss

Als Ergebnis des Wettbewerbs „Kunst am Bau“ ist die Arbeit der Künstlerin Mariana Castillo Deball „Forbidden Symetries„ in einem Pflasterfeld eingearbeitet. Und auch das Café „Simit Evi“, das zwischenzeitlich sogar von einer Schließung bedroht war, wurde in die Planung integriert und sein Außenbereich stärker zum Platz hin geöffnet.

Der ursprüngliche Rathausvorplatz entstand in den 60er-Jahren im Zuge der damaligen Rathauserweiterung. Bereits 2012 hatte es erste Gespräche und ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren für eine entsprechende Platzumgestaltung gegeben.

Datum: 16. November 2018, Text: Redaktion, Bilder: Chris Keller/JAHN, MACK & PARTNER

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